Die Blaue Grotte – auf Italienisch Grotta Azzurra – ist die bekannteste Naturattraktion Capris. Durch einen kaum meterhohen Felsspalt rudern die Bootsführer ihre Gäste in eine Höhle an der Nordküste der Insel, in der das Sonnenlicht durch eine Unterwasseröffnung bricht. Dieses von unten einfallende Licht lässt das Wasser von innen heraus leuchten und taucht die Grotte in ein intensives Blau, das ihr den Namen gab. Der Ort hat eine lange Geschichte: Schon Kaiser Tiberius nutzte die Grotte als Nymphäum, einen mit Statuen geschmückten Raum am Wasser; römische Skulpturen wurden am Grund gefunden. In Vergessenheit geraten, wurde die Höhle 1826 vom deutschen Dichter August Kopisch wiederentdeckt und stieg rasch zu einer Ikone der Romantik auf. Seither gehört sie zum festen Programm jedes Capri-Besuchs. Der Zugang ist wetterabhängig: Nur bei ruhiger See können die kleinen Ruderboote durch den niedrigen Felsspalt einfahren, weshalb die Grotte bei Wellengang geschlossen bleibt. Vormittags leuchtet das Blau am intensivsten, da der Sonnenstand das Licht am günstigsten einfallen lässt. Erreichbar ist die Grotte per Boot ab Marina Grande oder über den Landweg ab Anacapri, von wo aus man auf die Ruderboote umsteigt. Wer flexibel ist, plant den Besuch an einem ruhigen Vormittag ein und rechnet mit Wartezeiten, da viele Boote denselben engen Eingang nutzen.
Am Eingang steigt man in ein kleines Ruderboot um, das durch einen kaum meterhohen Felsspalt in die Höhle fährt – dabei muss man sich flach hinlegen. Im Inneren leuchtet das Wasser intensiv blau, während der Bootsführer eine kurze Runde dreht. Der Aufenthalt in der Grotte selbst dauert nur wenige Minuten. Mit An- und Abfahrt sowie möglichen Wartezeiten sollte man dennoch genügend Zeit einplanen.
Bereits Kaiser Tiberius nutzte die Höhle als Nymphäum; römische Statuen wurden am Grund gefunden. Nach langer Vergessenheit wurde die Grotte 1826 vom deutschen Dichter August Kopisch wiederentdeckt und entwickelte sich zu einer Ikone der Romantik, die Maler und Reisende aus ganz Europa anzog.
