Formentera erreicht man nur über das Wasser. Keine Landebahn unterbricht die Stille, die Anreise gelingt allein per Fähre aus Ibiza, und schon diese kurze Überfahrt stimmt auf das ein, was die Insel ausmacht: ein bewusstes Langsamerwerden. Mit gerade einmal neunzehn Kilometern Länge ist sie die kleinste bewohnte Baleareninsel, und sie lebt von dem, was sie nicht hat. Keine Hochhäuser, keine Massenhotels, kein Flughafen. Das berühmteste Bild der Insel liefert Ses Illetes im Norden, eine schmale Sandzunge, an der das Wasser so klar über den Seegraswiesen liegt, dass die eigenen Füße im knietiefen Blau schwerelos wirken. Diese Klarheit ist kein Zufall, sondern Naturschutz: Die Posidonia-Wiesen vor der Küste gehören zum UNESCO-Welterbe und filtern das Meer wie ein riesiger grüner Atem. Im Süden zieht sich mit Platja de Migjorn der längste Strand der Insel über mehrere Kilometer, gesäumt von Dünen und einfachen Strandbars, den Chiringuitos, in denen der Tag bei Sonnenuntergang ausklingt. Wer die Insel erkunden will, mietet ein Fahrrad oder einen Roller und folgt den Sandwegen aus Trockenstein zwischen Pinien, Feigenbäumen und alten Salzpfannen, die im Licht rosa schimmern. Der Leuchtturm Far de la Mola am östlichen Ende thront über steilen Klippen und gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte der Balearen. Im Inselhauptort Sant Francesc Xavier reihen sich weiß getünchte Häuser um eine wehrhafte Kirche, abends verwandelt sich die Gegend in einen entspannten Hippiemarkt. Formentera ist keine Insel für Trubel, sondern für lange Strandtage, klares Wasser und Abende, an denen die Zeit gedehnt scheint. travelperfect bringt Sie vom Fähranleger über die Salzpfannen bis zu den ruhigsten Buchten im Süden.






