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Piazza del Popolo
Das Wohnzimmer Ravennas: Renaissance-Palazzi, Cafés und zwei Säulen aus der Zeit der venezianischen Herrschaft.
◆ STADTVIERTEL · RAVENNA
Ravennas Herz ist flach, kompakt und weitgehend autofrei: Zwischen Piazza del Popolo und Zona del Silenzio liegen fünf der acht Welterbe-Bauten nur wenige Gehminuten auseinander – San Vitale, Galla Placidia, das Battistero Neoniano, Sant'Apollinare Nuovo und Dantes Grab. Dazwischen Fahrräder, Buchhandlungen, Cafés unter Arkaden und der wiederbelebte Mercato Coperto. Wer Mosaiken sehen will, wohnt am besten genau hier.

Kaum eine Altstadt Italiens verdichtet so viel Geschichte auf so wenig Raum: Von der Basilica di San Vitale mit dem Mausoleum der Galla Placidia im Garten sind es nur ein paar Gassen bis zum Battistero Neoniano und zur Via di Roma, an der Theoderichs Palastkirche Sant'Apollinare Nuovo steht. Dazwischen liegt keine museale Kulisse, sondern eine lebendige Stadt – mit Schulkindern auf Fahrrädern, Marktständen und Cafés, in denen der Espresso noch zum Alltagspreis serviert wird.
Das Wohnzimmer der Stadt ist die Piazza del Popolo mit ihren Palazzi und zwei Säulen aus der Epoche der venezianischen Herrschaft. Wenige Schritte weiter füllt der Mercato Coperto seine historische Halle wieder mit Leben: Piadina-Bäcker, Pasta fresca und Weinbars unter einem Dach. Und wer genauer hinsieht, entdeckt die Stadt unter der Stadt – in der Domus dei Tappeti di Pietra liegen unter einer Kirche die Mosaikböden eines byzantinischen Stadtpalais, erst in den 1990er-Jahren bei Bauarbeiten entdeckt.
Am stillsten ist das Viertel in der Zona del Silenzio um Dantes Grab, wo Verkehr und Lärm bewusst draußen bleiben. Abends übernimmt die Passeggiata: über die Via Cavour, vorbei an Buchläden und Boutiquen, hinein in die Weinbars um die Piazza. Das Centro Storico ist klein genug, um sich nie zu verlaufen – und reich genug, um sich tagelang zu verlieren.
01 · Highlights
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Das Wohnzimmer Ravennas: Renaissance-Palazzi, Cafés und zwei Säulen aus der Zeit der venezianischen Herrschaft.
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Der stille Gedenkbezirk um Dantes Grab neben der Basilica di San Francesco – mit der gefluteten Mosaik-Krypta, in der Goldfische schwimmen.
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Unter der Kirche Sant'Eufemia liegen die „Steinteppiche“: Mosaikböden eines byzantinischen Stadtpalais, erst in den 1990er-Jahren entdeckt.
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Die historische Markthalle ist heute Food-Hall: Piadina, Pasta fresca und Romagna-Weine unter einem Dach.
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Im Erzbischöflichen Museum warten die frühchristliche Bischofskapelle und der berühmte Elfenbeinthron des Maximian – im Kombiticket enthalten.
02 · Sehenswürdigkeiten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Im Centro Storico ja: San Vitale, Galla Placidia, Battistero Neoniano, Sant'Apollinare Nuovo und Dantes Grab liegen alle innerhalb von rund 15 Gehminuten. Nur Sant'Apollinare in Classe und das Mausoleum Theoderichs liegen außerhalb – beide sind per Bus oder Rad gut erreichbar.
Das Kombiticket für die fünf Monumente der Diözese lässt sich online kaufen, was in der Hochsaison Wartezeiten spart. Für das kleine Mausoleum der Galla Placidia gelten dann Zeitfenster – am besten gleich morgens einplanen.
Die Institution ist die Enoteca-Osteria Ca' de Vèn nahe Dantes Grab; bodenständig sind La Gardela am Ponte Marino und das klassische Bella Venezia. Für die schnelle Piadina zwischendurch lohnt der Mercato Coperto.
Früh morgens und nach 18 Uhr, wenn die Tagesausflügler abgereist sind. Im Winter hat man die Mosaiken oft fast für sich – das Dämmerlicht macht sie dann besonders eindrucksvoll.
07 · In der Nähe
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