Die Osteria L'Anfora liegt in der Via dei Soncin im Gassengewirr des alten Ghettos und gehört zu den festen Größen der Paduaner Gastronomie. Schon der Aufbau des Lokals erzählt von seinem Charakter: Vorne steht die Theke, an der sich Handwerker, Professoren und Studenten auf ein Glas Wein treffen, oft im Stehen und im Gespräch, wie es zur Tradition der venetischen Osteria gehört. Dahinter reihen sich Holztische, an denen die Tagesgerichte serviert werden, die auf einer Tafel angeschrieben sind. Die Küche ist venetische Hausmannskost ohne jede Inszenierung. Auf der Karte stehen Klassiker wie Bigoli mit Ragù, der für die Region typische Baccalà aus Stockfisch, Gerichte aus Innereien und saisonales Gemüse. Die Speisen folgen dem Angebot des Tages und der Saison, die Preise sind fair gehalten. Der Verzicht auf modische Akzente ist hier Programm: Es geht um ehrliches Essen und die Atmosphäre eines Ortes, der sich über Jahrzehnte kaum verändert hat. Die Osteria L'Anfora ist damit ein Ort, an dem sich das alte, unverstellte Padua an einem einzigen Tisch erleben lässt. Das Publikum ist eine Mischung aus Einheimischen, Akademikern und Reisenden, die Stimmung dicht und betriebsam. Wer hier essen möchte, reserviert am besten einen Tisch, denn das Lokal ist gut besucht; mittags geht es kaum ruhiger zu als am Abend. Die Lage mitten in den Gassen des alten Ghettos macht den Besuch zugleich zu einem kurzen Streifzug durch einen der ursprünglichsten Teile der Altstadt.
Die Osteria L'Anfora serviert venetische Hausmannskost ohne Inszenierung. Auf der Karte stehen Klassiker wie Bigoli mit Ragù, der typische Baccalà aus Stockfisch, Innereien-Gerichte und saisonales Gemüse. Die Speisen richten sich nach Tagesangebot und Saison und werden zu fairen Preisen serviert. Im Mittelpunkt steht ehrliches, regionales Essen statt moderner Akzente.
Vorne die Theke, an der bei einem Glas Wein gestanden wird, hinten Holztische mit den Tagesgerichten auf der Tafel: Die Osteria bewahrt das dichte, betriebsame Ambiente einer traditionellen venetischen Weinstube. Das Publikum mischt Handwerker, Professoren, Studenten und Reisende.
