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Via San Martino e Solferino
Die Lebensader des Viertels mit Synagoge, Feinkostläden und Bars – abends eine einzige lange Theke.
◆ STADTVIERTEL · PADUA
Südlich der Piazza delle Erbe drängen sich die Gassen des alten jüdischen Viertels: krumme Häuser, Antiquariate, Vintage-Läden und eine der höchsten Bar-Dichten der Stadt. Tagsüber stöbert man zwischen Via dell'Arco und Via San Martino e Solferino, abends füllen Cicchetti-Bars und Osterien das Ghetto – Paduas charmantester Winkel zum Essen und Ausgehen.

Von 1603 bis 1797 mussten Paduas Juden in diesem Geviert hinter vier verschließbaren Toren leben – auf engstem Raum entstanden die für Ghetti typischen hohen, schmalen Häuser, die den Gassen bis heute ihre eigentümliche Silhouette geben. Die jüdische Gemeinde Paduas war eine der bedeutendsten Italiens; an der Via San Martino e Solferino erinnern die historische Synagoge und das Museo della Padova Ebraica an ihre Geschichte.
Heute ist das Ghetto das Viertel der kleinen Läden: Antiquariate und Buchhändler, Vintage-Mode, Goldschmiede, dazwischen Feinkost und Weinhandlungen. Wer von der Piazza delle Erbe kommt, taucht binnen weniger Schritte aus dem Markttrubel in ein fast dörfliches Geflecht ein, in dem sich an jeder zweiten Ecke ein Innenhof oder ein steinerner Torbogen versteckt.
Mit dem Abend wechselt das Viertel die Rolle: Die Osterien decken ihre Holztische, an den Theken stapeln sich Cicchetti, und zwischen den Häusern stehen die Padovani mit Spritz oder einem Glas Colli-Euganei-Wein auf der Gasse. Hier isst man Bigoli mit Entenragù und Baccalà wie bei den Großeltern – das Ghetto ist die erste Adresse für alle, die Padua kulinarisch erleben wollen.
01 · Highlights
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Die Lebensader des Viertels mit Synagoge, Feinkostläden und Bars – abends eine einzige lange Theke.
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Museum zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in der ehemaligen Synagoge von 1525 – mit Führungen durch das Viertel.
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Zwischen 18 und 20 Uhr füllen sich die Weinbars: kleine Happen, lokale Weine und das beste Stimmengewirr der Stadt.
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Bücher, Vintage und Handwerk in den Erdgeschossen der hohen Ghetto-Häuser – ideale Bummelstrecke bei Regen dank kurzer Wege.
02 · Essen & Trinken
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Von 1603 bis 1797 war das Geviert das per Dekret eingerichtete jüdische Viertel Paduas, nachts hinter Toren verschlossen. Der Begriff stammt aus Venedig, wo 1516 das erste ‚Ghetto' Europas entstand; Paduas Gemeinde gehörte zu den bedeutendsten Italiens.
Ja, die historische Synagoge an der Via San Martino e Solferino und das Museo della Padova Ebraica sind im Rahmen von Öffnungszeiten und Führungen zugänglich – am besten vorab die aktuellen Zeiten prüfen, da sie tageweise variieren.
In den kleinen Osterien des Viertels, die venetische Klassiker wie Bigoli mit Entenragù oder Baccalà servieren – viele seit Generationen in Familienhand. Vorher gehört ein Spritz oder ein Glas Wein mit Cicchetti an einer der Theken dazu. Abends reservieren.
An Wochenenden ist rund um die Bars bis nach Mitternacht Betrieb – wer im Viertel wohnt, fragt am besten nach einem Zimmer zum Innenhof. Unter der Woche kehrt deutlich früher Ruhe ein.
07 · In der Nähe
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