Die Basilica di Sant'Antonio, von den Paduanern schlicht il Santo genannt, wurde kurz nach dem Tod des heiligen Antonius im Jahr 1231 begonnen. Über die lange Bauzeit hinweg vereint sie romanische, gotische und byzantinische Formen zu einem unverwechselbaren Bau, dessen Kuppeln und schlanke Türmchen an die Architektur des Orients erinnern. Die Kirche ist das geistliche Zentrum Paduas und eines der bedeutendsten Pilgerziele Italiens, das ganzjährig Gläubige und Besucher aus aller Welt anzieht. Im Inneren liegen das Grab des Heiligen, vor dem die Pilger verweilen, sowie die Reliquienkapelle, in der bedeutende Reliquien des heiligen Antonius bewahrt werden. Künstlerischer Höhepunkt ist der bronzene Hochaltar von Donatello, eines der herausragenden Werke der italienischen Bildhauerei des 15. Jahrhunderts. Auf dem Platz vor der Basilika steht ein weiteres Meisterwerk Donatellos: das Reiterstandbild des Söldnerführers Gattamelata von 1453, das als eines der ersten monumentalen Reiterdenkmäler der Renaissance gilt und die Antike wiederaufnimmt. Der Eintritt in die Basilika ist frei, es gilt jedoch eine Kleiderordnung, wie sie für religiöse Stätten üblich ist; Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Höhepunkt des Pilgerjahres ist das Antoniusfest am 13. Juni, dem Gedenktag des Heiligen, an dem eine große Prozession durch die Stadt zieht und zahlreiche Pilger nach Padua kommen. Wer den Andrang meiden möchte, besucht die Kirche am besten am frühen Morgen. Der Besuch lässt sich gut mit dem benachbarten Prato della Valle und dem Botanischen Garten verbinden, die im selben südlichen Teil der Altstadt liegen.
Die Kuppeln und Türmchen von der Piazza del Santo aufnehmen.





























