Die Porta Portello, eigentlich Porta Ognissanti, wurde 1518 errichtet und war über Jahrhunderte das Wassertor Paduas. An dieser Stelle legten die Boote ab, die über den Kanal Piovego und die Brenta nach Venedig fuhren, als die Stadt vor allem über das Wasser mit der Lagune verbunden war. Das Tor markierte damit den wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt in Richtung der Lagunenmetropole und war Ein- und Ausgang für Personen wie Waren. Die steinerne Fassade zeigt klassische Formen und gibt dem Tor ein repräsentatives, fast triumphbogenartiges Gepräge. Vor ihm fällt eine breite Hafentreppe zum Kanal hinab, an der die Boote anlegten und die das Tor mit dem Wasser verbindet. Diese Treppe und die Fassade erinnern bis heute an die Bedeutung des Ortes als Hafen, von dem aus der Verkehr nach Venedig organisiert war, lange bevor Straße und Schiene diese Aufgabe übernahmen. Heute ist die Porta Portello das Wahrzeichen des Portello-Viertels, das stark vom studentischen Leben der Universität geprägt ist. An warmen Abenden sitzen Studenten auf den Stufen der Hafentreppe am Wasser, und der Platz vor dem Tor ist ein beliebter Treffpunkt. In der Saison starten von hier die Bootsfahrten in Richtung Brenta, etwa mit dem Burchiello, sodass das alte Wassertor seine ursprüngliche Funktion als Ausgangspunkt für Fahrten zur Lagune in touristischer Form fortführt. Der Besuch ist jederzeit und ohne Eintritt möglich und lässt sich gut mit einem Spaziergang entlang der Wasserläufe am Rand der Altstadt verbinden.
Die klassische Fassade vom gegenüberliegenden Kanalufer aufnehmen.





























