Tempio della Concordia

Tempio della Concordia

Der um 440–430 v. Chr. erbaute dorische Concordia-Tempel im Tal der Tempel gilt als einer der besterhaltenen griechischen Tempel der Welt.

Der Tempio della Concordia ist das Wahrzeichen des Tals der Tempel und einer der vollständigsten dorischen Tempel, die aus der griechischen Antike erhalten sind. Errichtet wurde er um 440 bis 430 v. Chr. im einstigen Akragas, der damals reichen und mächtigen Griechenstadt an Siziliens Südküste. Seine 34 Säulen stehen noch vollständig, das Gebälk mit Architrav, Fries und beiden Giebeln ist weitgehend original erhalten – es fehlen nur das Dach und das Kultbild im Inneren. Dass der Bau die Jahrtausende so unbeschadet überstand, verdankt er einer Umnutzung: Im 6. Jahrhundert n. Chr. weihte der Bischof von Agrigent den heidnischen Tempel zur christlichen Basilika um. Die Zwischenräume zwischen den Säulen wurden zugemauert, die Cellawände durchbrochen – so wurde das Gebäude bis in die Neuzeit hinein als Kirche genutzt und gepflegt, während andere Tempel als Steinbruch dienten. Erst im 18. Jahrhundert stellte man den antiken Zustand wieder her. Die Proportionen folgen dem klassischen dorischen Kanon: sechs Säulen an den Schmalseiten, dreizehn an den Langseiten, eine fein berechnete Verjüngung der Säulen und eine leichte Wölbung des Unterbaus, die den Bau optisch geradezu erscheinen lässt. Fachleute vergleichen ihn häufig mit dem Hephaisteion in Athen und zählen beide zu den am besten überlieferten dorischen Tempeln überhaupt. Vor dem Tempel liegt seit Jahren die monumentale Bronze des „Ikarus gefallen“ des polnischen Bildhauers Igor Mitoraj – ein gestürzter Körper aus dunklem Metall, der den hellen Kalkstein dramatisch kontrastiert. Wer den Tempel am Abend besucht, erlebt ihn golden angestrahlt; tagsüber leuchtet der honigfarbene Stein vor blauem Himmel. Der Concordia-Tempel ist Teil des UNESCO-Welterbes „Archäologischer Bereich von Agrigent“ und der natürliche Höhepunkt jedes Rundgangs entlang der Via Sacra.

★ travelperfect Special · Sehenswürdigkeit

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Denkmal
Typ

Öffnungszeiten

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Beste Besuchszeit
Früher Morgen kurz nach Öffnung und später Abend sind ideal: Dann sind Hitze und Besucherandrang geringer, und das Licht modelliert den Stein weich. Am Abend wird der Tempel angestrahlt und leuchtet golden. Frühling und Herbst sind insgesamt angenehmer als der heiße Hochsommer.
01Foto-Tipp 1

Zur goldenen Stunde und nach Einbruch der Dunkelheit fotografieren, wenn der Tempel angestrahlt ist.

02Foto-Tipp 2

Die Säulenflucht von der Schmalseite betonen, um die dorische Ordnung zu zeigen.

03Foto-Tipp 3

Die Mitoraj-Bronze als Vordergrund vor dem Tempel nutzen.

04Foto-Tipp 4

Vom tiefer liegenden Weg aufnehmen, um den Tempel gegen den Himmel freizustellen.

Sehenswürdigkeit

Tempio di Giunone

Der Juno-Tempel am höchsten Punkt der Via Sacra bildet den natürlichen Start- oder Endpunkt des Rundgangs.

Sehenswürdigkeit

Giardino della Kolymbethra

Der grüne Zitrusgarten in der Schlucht des Parks bietet eine schattige Pause zwischen den Tempeln.

Einer der besterhaltenen dorischen Tempel der griechischen Antike

34 vollständig stehende Säulen mit weitgehend originalem Gebälk

Erhalten durch Umwandlung in eine christliche Basilika im 6. Jahrhundert

Teil des UNESCO-Welterbes Tal der Tempel

Bronzeskulptur „Ikarus gefallen“ von Igor Mitoraj davor

Abendliche Beleuchtung lässt den Tempel golden erstrahlen

Errichtet um 440–430 v. Chr. im antiken Akragas

01Tipp 1

Den Tempel früh am Morgen oder am Abend besuchen, um Hitze und Andrang zu meiden.

02Tipp 2

Das Ticket für den archäologischen Park gilt für alle Tempel entlang der Via Sacra.

03Tipp 3

Für den vollen Eindruck am Abend kommen, wenn der Tempel angestrahlt wird.

04Tipp 4

Sonnenschutz und Wasser mitnehmen – im Park gibt es kaum Schatten.

05Tipp 5

Vor dem Rundgang das Archäologische Museum besuchen, das die Funde einordnet.

Warum ist der Concordia-Tempel so gut erhalten?

Der Tempel überstand die Jahrtausende fast unbeschädigt, weil er im 6. Jahrhundert n. Chr. in eine christliche Basilika umgewandelt und dadurch durchgehend genutzt und gepflegt wurde. Andere Tempel verfielen oder dienten als Steinbruch.

Wie alt ist der Tempio della Concordia?

Der dorische Tempel wurde um 440 bis 430 v. Chr. errichtet, ist also rund 2.450 Jahre alt. Er gehört damit zur klassischen Phase der griechischen Architektur im antiken Akragas.

Muss man für den Concordia-Tempel Eintritt zahlen?

Ja, der Tempel liegt im kostenpflichtigen archäologischen Park des Tals der Tempel. Das Ticket gilt für das gesamte Gelände entlang der Via Sacra, von dem der Concordia-Tempel der Höhepunkt ist.

Was ist die Bronzeskulptur vor dem Tempel?

Es ist „Ikarus gefallen“ des polnischen Bildhauers Igor Mitoraj. Die liegende Bronzefigur eines gestürzten Körpers bildet einen starken Kontrast zum hellen Kalkstein des Tempels und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Wann ist die beste Zeit für den Tempelbesuch?

Früher Morgen und später Abend sind am angenehmsten, weil dann die Hitze nachlässt und das Licht weicher ist. Am Abend wird der Tempel zusätzlich angestrahlt und leuchtet golden.

Umgebung

In der Nähe

Erreichbar zu Fuß ab Tempio della Concordia.

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