Auf dem rund zweistündigen Rundgang entlang der Via Sacra erweckt ein kundiger Guide das antike Akragas zum Leben. Die Route folgt dem Felsrücken durch den archäologischen Park von Agrigent: vom Juno-Tempel am höchsten Punkt über den fast vollständig erhaltenen Concordia-Tempel bis zu den Resten des gewaltigen Zeusheiligtums (Tempio di Zeus Olimpio), das zu den größten dorischen Tempeln der Antike zählen sollte und nie ganz vollendet wurde. Eine Führung lohnt sich, weil die Ruinen ohne Erklärung vieles verschweigen. Der Guide ordnet die Bauten zeitlich und stilistisch ein, erzählt von den Tyrannen und Philosophen der Stadt – etwa von Empedokles, der aus Akragas stammte –, von der karthagischen Eroberung 406 v. Chr., deren Brandspuren am Juno-Tempel zu sehen sind, und von der späteren Umwandlung des Concordia-Tempels in eine christliche Basilika, die ihn so gut erhalten ließ. So liest man die leeren Säulen anschließend mit ganz anderen Augen. Beliebt sind Termine am frühen Morgen, bevor die Hitze und der Andrang einsetzen, und – in der Sommersaison – am Abend, wenn die Tempel angestrahlt werden und die Stimmung besonders eindrucksvoll ist. Viele Touren lassen sich mit einem Besuch des Giardino della Kolymbethra oder des Archäologischen Museums Pietro Griffo kombinieren, was das Bild des antiken Akragas abrundet. Mitzunehmen sind festes Schuhwerk für den unebenen Felsweg, Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Wasser, da es im Park kaum Schatten gibt. Der Eintritt in den archäologischen Park ist je nach Anbieter im Tourpreis enthalten oder separat zu lösen – das sollte man vorab klären. Für Reisende, die das Tal der Tempel wirklich verstehen wollen, ist die Führung die lohnendste Art des Besuchs.
Ein geführter Rundgang von rund zwei Stunden entlang der Via Sacra durch den archäologischen Park von Agrigent. Vom Juno-Tempel am höchsten Punkt geht es über den besterhaltenen Concordia-Tempel bis zu den Resten des riesigen Zeustempels. Ein kundiger Guide ordnet die Bauten ein und erzählt von der Geschichte des antiken Akragas, von Tyrannen und Philosophen bis zur karthagischen Eroberung – so werden die Ruinen verständlich.
