An der äußersten Spitze der Halbinsel von Sirmione liegen die Grotte di Catullo, die Reste einer riesigen römischen Villa aus der frühen Kaiserzeit. Es handelt sich um die größte römische Villenanlage Norditaliens – ein Ensemble aus Mauerbögen, Substruktionen und Terrassenebenen, das sich über die gesamte Spitze der Halbinsel erstreckt. Trotz des Namens handelt es sich nicht um Grotten im eigentlichen Sinn; die Bezeichnung entstand erst, als die überwachsenen Gewölbe wie Höhlen wirkten. Der Reiz der Anlage liegt im Zusammenspiel von Ruine und Landschaft. Zwischen den Mauerbögen und über die Terrassenebenen hinweg öffnen sich immer wieder weite Blicke über den südlichen Gardasee. Ein alter Olivenhain überzieht das Gelände und gibt der Stätte einen besonderen Charakter: Statt einer kahlen Grabungsfläche durchwandert man eine Mischung aus antikem Gemäuer, Bäumen und Seepanorama. Ein kleines Museum am Eingang zeigt Funde der Ausgrabung und ordnet die Anlage historisch ein. Der Name geht auf den römischen Dichter Catull zurück, der Sirmione in seinen Versen besang und dem Ort damit literarischen Ruhm verschaffte. Ob die Villa tatsächlich seiner Familie gehörte, ist allerdings nicht belegt – die Verbindung ist eine Zuschreibung späterer Zeiten, kein gesicherter historischer Befund. Das mindert den Reiz der Stätte nicht, sollte aber als offene Frage verstanden werden. Für den Besuch wird ein Ticket benötigt; freier Eintritt ist nicht durchgängig gegeben. Die weitläufige Anlage verlangt etwas Zeit und festes Schuhwerk, da man über unebenes Gelände und zwischen den Ruinen läuft. Schatten spenden vor allem die Olivenbäume, weshalb sich an heißen Tagen ein Besuch am Morgen oder späten Nachmittag empfiehlt. Wer Antike, Landschaft und Seeblick verbinden möchte, findet hier den eindrucksvollsten Ort der Halbinsel.
Besucher durchwandern die Reste einer riesigen römischen Villa aus der frühen Kaiserzeit, der größten ihrer Art in Norditalien. Zwischen Mauerbögen, Substruktionen und Terrassenebenen öffnen sich immer wieder weite Blicke über den südlichen Gardasee. Ein alter Olivenhain überzieht das Gelände, sodass man eine Mischung aus antikem Gemäuer, Bäumen und Seepanorama erlebt. Ein kleines Museum am Eingang zeigt Funde der Ausgrabung und ordnet die Anlage ein. Trotz des Namens gibt es keine Grotten – der Begriff entstand aus den überwachsenen Gewölben.
Die Villa stammt aus der frühen römischen Kaiserzeit und gilt als die größte römische Villenanlage Norditaliens. Ihr Name geht auf den Dichter Catull zurück, der Sirmione in seinen Versen besang; eine tatsächliche Verbindung zu seiner Familie ist jedoch nicht belegt. Über die Jahrhunderte verfiel die Anlage und wurde von Vegetation überwachsen, bis die Gewölbe wie Höhlen wirkten – daher die irreführende Bezeichnung Grotte. Ausgrabungen brachten den Umfang der Villa und zahlreiche Funde ans Licht, die heute teils im kleinen Museum zu sehen sind.
