Im Jahr 753 gründete der Langobardenkönig Desiderius gemeinsam mit seiner Frau Ansa das Kloster San Salvatore, aus dem über die Jahrhunderte der weitläufige Komplex Santa Giulia wuchs. Heute beherbergt er das Stadtmuseum Brescias und führt Besucher auf einem einzigen Rundgang durch rund 3.000 Jahre lokaler Geschichte – von vorrömischen Funden über die Antike und das langobardische Mittelalter bis in die venezianische Epoche. Das wohl berühmteste Ausstellungsstück ist die Croce di Desiderio, ein mit über 200 Edelsteinen, Kameen und Glasmedaillons besetztes Vortragekreuz aus dem frühen Mittelalter. Ebenso eindrücklich ist der Coro delle Monache, der freskengeschmückte Nonnenchor, dessen Wände und Decke vollständig mit Szenen aus dem Leben Christi bemalt sind. Unter den ehemaligen Klostergärten liegen die Domus dell'Ortaglia – zwei römische Stadthäuser mit erstaunlich gut erhaltenen Mosaikböden und Wandmalereien, die einen unmittelbaren Eindruck vom Wohnen im antiken Brixia vermitteln. Der Komplex selbst ist ein Denkmal: die langobardische Basilika San Salvatore mit ihren antiken Spolien-Säulen, die romanische Kirche Santa Maria in Solario mit der berühmten Lipsanothek und der barocke Kirchenraum von Santa Giulia gehören zur Route. Seit 2011 ist Santa Giulia gemeinsam mit dem benachbarten römischen Areal um das Capitolium Teil des UNESCO-Welterbes „Die Langobarden in Italien – Orte der Macht'. Für einen vollständigen Besuch sollte man mindestens zwei bis drei Stunden einplanen; die Ausstellungsfläche ist groß und chronologisch angelegt. Santa Giulia liegt an der Via dei Musei, dem antiken Decumanus, und lässt sich ideal mit dem nur wenige Schritte entfernten Capitolium und dem römischen Theater zu einem zusammenhängenden Spaziergang durch das antike Brescia verbinden.
Ein chronologischer Rundgang durch einen weitläufigen Klosterkomplex aus dem 8. Jahrhundert: römische Funde und die Domus dell'Ortaglia mit Mosaikböden, das frühmittelalterliche Croce di Desiderio, der vollständig freskierte Nonnenchor sowie die langobardische Basilika San Salvatore. Besucher durchlaufen die Geschichte Brescias von der Vorrömerzeit bis in die venezianische Epoche an einem Ort.
Der Komplex geht auf das 753 von Langobardenkönig Desiderius gegründete Frauenkloster San Salvatore zurück, das über Jahrhunderte erweitert und umgebaut wurde. Nach der Säkularisierung diente das Kloster verschiedenen Zwecken, bevor es als Stadtmuseum eingerichtet wurde. 2011 wurde es als Teil der langobardischen Stätten ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.
