Der Duomo Vecchio, von den Bresciani liebevoll „La Rotonda' genannt, ist eine der bemerkenswertesten Kirchen der Lombardei. Im 11. Jahrhundert über den Resten einer frühchristlichen Basilika errichtet, gehört er zu den wenigen erhaltenen romanischen Zentralbauten Italiens – ein kreisrunder Steinbau, dessen Form schon von außen ungewöhnlich ist. Von außen wirkt die Rotonda wehrhaft und schlicht: massive Mauern, kleine Fenster, kaum Schmuck. Im Inneren öffnet sich dagegen ein stimmungsvoller, von einem Umgang umzogener Rundraum, dessen Halbdunkel die Wirkung der mittelalterlichen Architektur verstärkt. Eine tiefer gelegene Krypta bewahrt antike und frühmittelalterliche Spolien. An den Wänden hängen Werke des Renaissancemalers Moretto da Brescia sowie weiterer lokaler Meister, dazu finden sich mittelalterliche Fresken und Grabmäler bedeutender Brescianer Bischöfe. Das Eindrucksvollste ist die unmittelbare Nachbarschaft zweier Kathedralen-Epochen: Direkt neben der romanischen Rotonda ragt der barocke Duomo Nuovo mit seiner mächtigen Kuppel auf, die zu den höchsten Italiens zählt. Kaum irgendwo stehen romanische und barocke Sakralarchitektur so dicht beieinander – ein Kontrast, der den Platz an der Piazza Paolo VI prägt. Der Eintritt in den Duomo Vecchio ist frei. Wegen des liturgischen Betriebs und saisonal wechselnder Zugänglichkeit empfiehlt es sich, die aktuellen Öffnungszeiten vor Ort zu beachten. Ein Besuch lässt sich gut mit der benachbarten Piazza della Loggia und der antiken Via dei Musei verbinden, die nur wenige Schritte entfernt liegen.
Ein seltener romanischer Rundbau aus dem 11. Jahrhundert: außen wehrhaft schlicht, innen ein stimmungsvoller, von einem Umgang umzogener Rundraum. Zu sehen sind eine tiefer gelegene Krypta mit Spolien, mittelalterliche Fresken, Gemälde von Moretto da Brescia und Bischofsgrabmäler. Direkt nebenan steht der barocke Duomo Nuovo – zwei Kathedralen-Epochen auf einem Platz.
Der Duomo Vecchio wurde im 11. Jahrhundert über den Resten einer frühchristlichen Basilika errichtet und diente bis zum Bau des barocken Duomo Nuovo als Hauptkirche Brescias. Er zählt zu den wenigen erhaltenen romanischen Zentralbauten Italiens und beherbergt Grabmäler bedeutender Brescianer Bischöfe.
