An der Südküste Menorcas öffnet sich zwischen zwei hellen Kalksteinklippen eine fast geometrisch perfekte Bucht: Cala Galdana. Der weiße Sandstrand fällt sanft ins flache, klare Wasser ab, das je nach Lichteinfall von hellem Türkis bis zu tiefem Petrol changiert. Gespeist wird die Bucht vom Torrent d'Algendar, einer der grünsten Schluchten der Insel, die hier nach kilometerlangem Lauf zwischen schattigen Steineichen und Oleander ins Mittelmeer mündet. Wer mit dem Kajak ein Stück flussaufwärts paddelt, taucht in eine fast tropisch wirkende Welt aus Schilf und überhängendem Fels. Cala Galdana ist die einzige der großen Südküstenbuchten mit ausgebauter Infrastruktur: Hotels, Restaurants und ein Strandservice machen sie zum bequemen Standquartier, gerade für Familien, die das seicht abfallende Wasser und den geschützten Charakter schätzen. Doch ihr eigentlicher Reiz liegt im Aufbruch von hier. Über schmale, von Pinien gesäumte Küstenpfade des Camí de Cavalls erreicht man in 20 bis 40 Minuten zu Fuß die unverbauten Nachbarbuchten Cala Macarella und Macarelleta im Westen sowie Cala Mitjana und Mitjaneta im Osten, dazu mit etwas mehr Aufwand die einsame Cala Turqueta. Diese kleineren Calas haben keine Straße, kein Hotel, oft nicht einmal Schatten, dafür Sand wie Puderzucker und Wasser von einer Klarheit, die selbst erfahrene Mittelmeerreisende staunen lässt. Vom Mirador über der Hauptbucht blickt man auf das gesamte Hufeisen und versteht, warum Cala Galdana als eines der schönsten Strandbilder der Balearen gilt. Die beste Zeit ist der späte Frühling und der frühe Herbst, wenn das Wasser warm, die Pfade begehbar und die Buchten noch nicht überlaufen sind. Im Hochsommer empfiehlt sich früher Aufbruch zu den Nebenbuchten oder die Anreise per Kajak vom Strand aus, denn die Parkplätze an Macarella und Turqueta sind streng limitiert. travelperfect führt Sie über die Miradors, durch die Algendar-Schlucht und an die geschützten Sandzungen ringsum.



