Auf dem Hügel südlich der Altstadt thront das Santuario di Monte Berico, das wichtigste Marienheiligtum Venetiens. Der Überlieferung nach erschien hier im 15. Jahrhundert während einer Pestepidemie die Madonna der Bäuerin Vincenza Pasini und versprach der Stadt Rettung – an dieser Stelle entstand die erste Kapelle, aus der über die Jahrhunderte das heutige Heiligtum wuchs. Die heutige barocke Basilika mit ihrer markanten Kuppel empfängt Pilger und Besucher aus der ganzen Region. Klassisch steigt man nicht auf der Straße, sondern über den gedeckten Arkadenweg hinauf, der sich in einer langen Folge von Bögen den Hang hinaufzieht – im 18. Jahrhundert angelegt, um den Pilgern auch bei Regen und Sonne den Aufstieg zu erleichtern. Bogen für Bogen begleitet er den Weg von der Stadt bis zum Vorplatz der Kirche. Im Refektorium des angeschlossenen Klosters hängt eines der großen Werke der venezianischen Malerei: Paolo Veroneses monumentales Gastmahl des heiligen Gregor des Großen. Das riesige Tafelbild mit seiner figurenreichen Festtafel zeigt den ganzen Glanz der venezianischen Renaissance und überstand selbst die Beschädigung durch österreichische Soldaten im 19. Jahrhundert, von der es restauriert wurde. Vor der Kirche öffnet sich die Piazzale della Vittoria mit einem weiten Panorama über Vicenza, die Hügel der Colli Berici und bis zu den Voralpen. Der Eintritt in die Kirche ist frei, was den Monte Berico zu einem der zugänglichsten und zugleich aussichtsreichsten Ziele der Stadt macht – ein Ort, der religiöse Bedeutung, Kunst und Ausblick auf engem Raum verbindet.
Oben angekommen erwartet Besucher die barocke Basilika mit ihrer Kuppel, dazu das Refektorium mit Veroneses großem Gemälde und die Aussichtsterrasse der Piazzale della Vittoria. Der Weg hinauf über den gedeckten Arkadenweg ist Teil des Erlebnisses. Als aktives Heiligtum verbindet der Ort Gottesdienst, Kunst und Panorama.
Nach den Marienerscheinungen des 15. Jahrhunderts entstand zunächst eine kleine Kapelle. Über die Jahrhunderte wurde sie erweitert und schließlich barock überformt; der gedeckte Arkadenweg kam im 18. Jahrhundert hinzu. Veroneses Gemälde wurde im 19. Jahrhundert durch österreichische Soldaten beschädigt und später restauriert.
