Kaum eine Viertelstunde südlich der Altstadt von Vicenza beginnen die Colli Berici, das stille Weinland der Stadt. Die sanften Kalkhügel zwischen Arcugnano, Brendola und den kleinen Dörfern der Region sind mit Reben, Olivenbäumen und Eichenwäldern überzogen – eine Landschaft, die viele Vicenza-Besucher gar nicht erwarten, obwohl sie so nah liegt. Familienweingüter öffnen hier ihre Keller für Verkostungen. Im Glas steht meist der Tai Rosso, die rote Leitsorte der Berici, ein leichter, fruchtbetonter Wein, der eng mit der Region verbunden ist. Dazu kommen Garganega, die Traube hinter den großen Weißweinen des Veneto, sowie internationale Sorten, die viele Betriebe ebenfalls ausbauen. Begleitet wird die Probe von regionalen Spezialitäten auf dem Brett: Sopressa vicentina, die typische Salami der Provinz, dazu Käse und Brot. Viele Touren verbinden die Verkostung mit einem Spaziergang durch die Reben oder einem Stopp am Lago di Fimon, einem kleinen See inmitten der Hügel und einem der ältesten besiedelten Orte der Region. So wird aus der reinen Weinprobe ein kleiner Ausflug in die Natur und Kulturlandschaft südlich der Stadt. Als halber Tag ab Vicenza ist die Weinprobe in den Colli Berici die entspannteste Art, die Region nicht nur anzuschauen, sondern zu schmecken. Wer die Anfahrt selbst übernimmt, sollte das Trinken und Fahren bedenken; viele Anbieter organisieren daher Transfer oder Touren mit Fahrer, sodass man die Verkostung ohne Sorge genießen kann.
Mehrere Weine zur Verkostung, darunter Tai Rosso und Garganega





























