Auf einem geführten Rundgang erschließt sich Palladios Vicenza am besten, denn die Stadt ist so etwas wie ein Freilichtmuseum der Renaissance-Architektur. Der Weg beginnt meist auf dem Corso Andrea Palladio, der Hauptachse der Altstadt, an der sich Palazzo an Palazzo reiht – eine Parade von Adelshäusern, an denen sich Palladios Formensprache und die seiner Nachfolger ablesen lässt. Von dort führt der Rundgang zur Basilica Palladiana mit ihren weißen Loggien an der Piazza dei Signori, dem Wahrzeichen der Stadt, und weiter zur Loggia del Capitaniato gegenüber, die Palladio gegen Ende seines Lebens entwarf und die unvollendet blieb. Beide Bauten zeigen, wie er klassische Ordnungen für ganz unterschiedliche Aufgaben einsetzte. Das Finale bildet das Teatro Olimpico mit Scamozzis perspektivischer Bühnenstadt – das älteste erhaltene überdachte Theater der Welt. Unterwegs erzählen die Guides die Geschichte hinter den Fassaden: wie aus dem Steinmetz Andrea della Gondola, der seinen Künstlernamen Palladio erst später erhielt, der einflussreichste Architekt der Neuzeit wurde, dessen Bücher und Bauten Europa und Amerika prägten. Sie zeigen auch, woran man eine palladianische Fassade auf einen Blick erkennt – an Säulenordnungen, Symmetrie und den charakteristischen Proportionen. Üblich sind zwei bis drei Stunden zu Fuß durch die kompakte Altstadt, die sich gut an einem halben Tag bewältigen lassen. Eintritte zu den Innenräumen sind je nach Tour bereits inbegriffen oder separat zu zahlen – ein Blick auf die Leistungen der jeweiligen Tour lohnt sich, vor allem wenn man das Teatro Olimpico von innen sehen möchte.
Der Rundgang führt zu Fuß durch die kompakte Altstadt von Vicenza und verknüpft die wichtigsten Werke Palladios zu einer zusammenhängenden Geschichte. Vom Corso Andrea Palladio mit seinen Adelspalästen geht es zur Basilica Palladiana an der Piazza dei Signori, vorbei an der Loggia del Capitaniato bis zum Teatro Olimpico. Die Guides erklären unterwegs, wie Palladio arbeitete, woran man seine Fassaden erkennt und welchen Einfluss er auf die Architekturgeschichte hatte. So wird aus dem Spaziergang ein verständlicher Einstieg in das Renaissance-Erbe der Stadt.
