Am östlichen Ende der Via Sacra, auf der höchsten Stelle des langgestreckten Felsrückens, steht der Tempio di Giunone – der Juno-Tempel, auch Tempel der Hera Lacinia genannt. Errichtet um 450 v. Chr., gehört er zur klassischen Phase des antiken Akragas und folgt demselben dorischen Bauschema wie der nahe Concordia-Tempel: sechs Säulen an den Schmal-, dreizehn an den Langseiten. Erhalten sind die Nordkolonnade nahezu vollständig sowie Teile der übrigen Säulen und des Gebälks; das Innere liegt offen. An einigen Steinen lassen sich noch heute Brandspuren erkennen – Zeugnisse der Zerstörung durch die Karthager, die Akragas im Jahr 406 v. Chr. eroberten und plünderten. Vor dem Tempel sind die Reste eines großen Altars zu sehen, an dem in der Antike Opfer dargebracht wurden. Weil der Tempel auf dem höchsten Punkt des Geländes liegt, ist er für viele der schönste Aussichtsplatz des Parks: Von der Terrasse davor schweift der Blick über Olivenhaine, Mandelbäume und die anderen Tempel hinweg bis zur Küstenebene und zum Meer. Besonders eindrucksvoll ist die Stimmung zum Sonnenuntergang, wenn der honigfarbene Kalkstein rötlich zu glühen beginnt. Wer den klassischen Rundgang durch das Tal der Tempel geht, beginnt meist hier oben am Juno-Tempel und steigt dann entlang der antiken Stadtmauer mit ihren in den Fels gehauenen Grabnischen hinab zum Concordia-Tempel und weiter zu den Resten des riesigen Zeusheiligtums. Der Tempel ist Teil des UNESCO-Welterbes von Agrigent.
Einen dorischen Tempel auf der höchsten Stelle des Tals der Tempel mit nahezu vollständiger Nordkolonnade, Resten des Opferaltars und an mehreren Steinen sichtbaren Brandspuren. Von der Terrasse davor öffnet sich ein weiter Blick über Olivenhaine und die übrigen Tempel bis zum Meer. Der Tempel markiert den oberen Start- oder Endpunkt des Rundgangs entlang der Via Sacra.
Der Tempel entstand um 450 v. Chr. und wurde traditionell Juno (Hera Lacinia) zugeordnet, ohne dass die Weihung gesichert ist. Bei der Eroberung von Akragas durch die Karthager 406 v. Chr. wurde er in Brand gesetzt; die Brandspuren sind bis heute erhalten. In römischer Zeit wurde der Tempel teilweise wiederhergestellt. Er ist Teil des UNESCO-Welterbes von Agrigent.
