Der Giardino della Kolymbethra liegt versteckt in einer kleinen Schlucht mitten im archäologischen Park von Agrigent, zwischen dem Tempel der Dioskuren und dem Tempel des Hephaistos. Sein Name geht auf die antike „Kolymbethra“ zurück – ein großes Wasserbecken, das die Bewohner von Akragas im 5. Jahrhundert v. Chr. anlegten und das von einem ausgeklügelten System unterirdischer Wasserkanäle, den sogenannten Hypogäen oder Ipogei, gespeist wurde. Diese antiken Galerien führen noch heute Wasser und machen den Garten zu einem grünen Sonderfall im sonst kargen, sonnendurchglühten Tempelgelände. Über Jahrhunderte verwilderte das Tal, bis der italienische Umweltfonds FAI (Fondo Ambiente Italiano) es Ende der 1990er-Jahre übernahm und behutsam wiederherstellte. Heute wachsen hier Orangen-, Zitronen-, Mandarinen- und Mandelbäume, dazu Oliven, Pistazien, Granatäpfel und mediterrane Macchia. Schattige Pfade führen an den alten Bewässerungskanälen entlang hinab in die Schlucht; das Plätschern des Wassers und der Duft der Zitrusblüten im Frühjahr stehen in scharfem Kontrast zur trockenen Hochebene der Tempel. Der Garten hat einen eigenen kleinen Eingang und ein separates Ticket, das nicht im allgemeinen Park-Ticket enthalten ist. Der Rundgang ist nicht lang, aber teils steil und uneben – festes Schuhwerk lohnt sich. Wer mag, bucht eine geführte Begehung, bei der die antike Wassertechnik und die landwirtschaftliche Tradition erklärt werden. Für viele ist die Kolymbethra die schönste Verschnaufpause auf dem Tempelrundgang: ein Stück lebendige Kulturlandschaft, in dem sich Archäologie, Botanik und sizilianische Agrargeschichte verbinden. Im Frühjahr, zur Zitrusblüte, entfaltet der Garten seinen stärksten Reiz.
Einen grünen Zitrus- und Obstgarten in einer Schlucht mitten im Tempelgelände, durchzogen von schattigen Pfaden und antiken Wasserkanälen. Orangen, Zitronen, Mandeln, Oliven und mediterrane Pflanzen stehen im Kontrast zur trockenen Tempelhochebene. Der Rundgang ist kurz, aber teils steil; geführte Begehungen erklären die antike Wassertechnik. Der Garten hat einen eigenen Eingang.
Der Name geht auf das antike Wasserbecken Kolymbethra zurück, das die Bewohner von Akragas im 5. Jahrhundert v. Chr. anlegten und über unterirdische Kanäle speisten. Nach Jahrhunderten der Verwilderung übernahm der Umweltfonds FAI das Tal Ende der 1990er-Jahre und stellte den Garten als lebendige Kulturlandschaft wieder her.
