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Piazza Yenne
Cagliaris gute Stube: Cafés, Eisdielen und abends halb Stampace auf den Stufen rund um das Carlo-Felice-Denkmal.
◆ STADTVIERTEL · CAGLIARI
Stampace ist Cagliaris Viertel der Heiligen und der Römer: Hier steht die Kirche des Stadtpatrons Efisio, dessen Prozession am 1. Mai seit dem Pestgelübde von 1657 durch die Stadt zieht, und im Kalkfelsen darüber liegt das römische Amphitheater. Rund um die Piazza Yenne und den Corso Vittorio Emanuele II schlägt zugleich das junge, abendliche Herz der Altstadt.

Stampace war im Mittelalter das Viertel der Handwerker und Kaufleute vor den Mauern des Castello – und es ist bis heute das Viertel des heiligen Efisio. In seiner kleinen Kirche an der gleichnamigen Gasse beginnt am 1. Mai die berühmteste Prozession Sardiniens: Seit dem Pestgelübde von 1657 wird die Statue des Märtyrers jedes Jahr in einem Ochsenkarren bis nach Nora begleitet, eskortiert von Trachtengruppen aus der ganzen Insel – ein Fest, das die Stadt tagelang in Ausnahmezustand versetzt.
Über dem Viertel erzählt der Fels die ältere Geschichte: Das Anfiteatro Romano aus dem 2. Jahrhundert wurde zu großen Teilen direkt aus dem Kalkstein gehauen und war das größte römische Bauwerk Sardiniens. Gleich daneben kühlt der Orto Botanico der Universität mit mediterraner und exotischer Flora – zwischen seinen Beeten verstecken sich römische Zisternen und ein Brunnenhaus.
Das heutige Stampace lebt um die Piazza Yenne, Cagliaris gute Stube mit Cafétischen unter freiem Himmel. Vom Denkmal des Königs Carlo Felice zieht sich der Corso Vittorio Emanuele II durchs Viertel – tagsüber Einkaufsstraße, abends eine Kette aus Bars, Weinlokalen und kleinen Küchen, in denen man günstiger und lokaler isst als unten am Hafen.
01 · Highlights
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Cagliaris gute Stube: Cafés, Eisdielen und abends halb Stampace auf den Stufen rund um das Carlo-Felice-Denkmal.
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Das in den Kalkfelsen gehauene Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert – Sardiniens bedeutendstes römisches Monument.
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Startpunkt der großen Prozession am 1. Mai – mit der Krypta, die als Kerker des Märtyrers verehrt wird.
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Der botanische Garten der Universität: schattige Alleen, Sukkulenten und römische Wasseranlagen.
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Tagsüber Geschäftsstraße, abends Bar-Meile – hier trinkt Cagliari seinen Aperitivo unter Nachbarn.
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03 · Essen & Trinken
04 · Aktivitäten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Efisio ist Cagliaris Stadtpatron: ein römischer Soldat, der als christlicher Märtyrer bei Nora hingerichtet wurde. Als die Pest 1656/57 wütete, gelobte die Stadt eine jährliche Prozession zu seinem Hinrichtungsort – seitdem zieht der Festzug jeden 1. Mai von Stampace nach Nora, begleitet von Trachtengruppen aus ganz Sardinien.
Ja, das Anfiteatro Romano ist als archäologische Stätte zugänglich; Öffnungszeiten und Führungen wechseln je nach Saison. Auch von der Straße oberhalb hat man einen guten Blick in den halbrunden, aus dem Fels gehauenen Zuschauerraum.
An die Piazza Yenne und den Corso Vittorio Emanuele II: Dort reihen sich Bars, Weinlokale und kleine Restaurants, in denen mehr Cagliaritaner als Touristen sitzen. Der Aperitivo beginnt gegen 19 Uhr, gegessen wird ab 20.30 Uhr.
An heißen Tagen unbedingt: Der Universitätsgarten ist die grünste und kühlste Ecke der Altstadt, mit schattigen Alleen, Sukkulenten-Sammlung und römischen Zisternen zwischen den Beeten. Eine gute Stunde reicht für den Rundgang.
07 · In der Nähe
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