Der Orto Botanico der Universität Cagliari wurde 1866 eröffnet und ist die grünste Anlage der Altstadt. Er liegt im Tal zwischen dem römischen Amphitheater und dem Viertel Stampace und bietet damit einen ruhigen Gegenpol zum dicht bebauten Zentrum. Als Teil der Universität dient der Garten zugleich der Forschung und Lehre und sammelt eine breite Vielfalt an Pflanzen.
Auf dem Gelände wachsen mediterrane Macchia, Palmen, Sukkulenten und tropische Arten nebeneinander, sodass sich verschiedene Klimazonen auf engem Raum erkunden lassen. Die Sammlung ist gut beschildert und führt die Besucher durch die unterschiedlichen Bereiche. Diese botanische Bandbreite macht den Garten sowohl für Pflanzenfreunde als auch für Reisende interessant, die eine ruhige Pause suchen.
Zwischen den Pflanzungen stoßen Besucher auf Spuren der Antike. Römische Zisternen, ein antiker Brunnen und weitere historische Strukturen erinnern daran, dass dieses Tal schon in römischer Zeit genutzt wurde. Diese Verbindung von Botanik und Archäologie verleiht dem Garten einen eigenen Charakter, der ihn von gewöhnlichen Parkanlagen abhebt.
Die schattigen Alleen bleiben selbst im Hochsommer angenehm kühl und machen den Garten zu einem lohnenden Zwischenstopp, gerade an heißen Tagen. Für einen Rundgang reicht etwa eine Stunde. Das Eintrittsticket ist günstig, und die gute Beschilderung erleichtert die Orientierung. Die Lage in unmittelbarer Nähe zum Amphitheater lässt sich gut zu einem gemeinsamen Besuch beider Orte verbinden.