San Sebastián – auf Baskisch Donostia – liegt an der nordspanischen Atlantikküste nahe der französischen Grenze und gilt als eine der schönsten und kultiviertesten Städte des Landes. Ihren Ruf verdankt sie vor allem der Bucht La Concha, einer fast vollkommen geschwungenen Muschelform, an deren goldenem Sandstrand sich die Belle-Époque-Promenade entlangzieht. Die elegante Bäderarchitektur erinnert daran, dass die Stadt einst Sommerresidenz des spanischen Königshauses war und sich zum mondänen Seebad entwickelte. Das Herz der Stadt ist die Parte Vieja, die Altstadt, deren enge Gassen sich am Fuß des Hausbergs Monte Urgull drängen. Hier reiht sich Bar an Bar, und an den Tresen stapeln sich die Pintxos – die baskische Variante der Tapas, kunstvolle Häppchen auf Brot oder Spieß. Der abendliche Pintxo-Bummel von Lokal zu Lokal, begleitet von einem Glas Txakoli oder Sidra, ist hier ein Lebensgefühl. San Sebastián zählt zugleich zu den Städten mit der höchsten Dichte an mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants weltweit und gilt als kulinarische Hauptstadt des Baskenlands. Die Stadt wird von drei Stränden und drei Hügeln gerahmt. Vom Monte Urgull mit der Festung La Mota und der Christusstatue, vom Monte Igueldo mit seinem nostalgischen Vergnügungspark und vom Monte Ulía bieten sich weite Blicke über Bucht und Atlantik. Am westlichen Ende der Bucht erinnert das Skulpturenensemble „El Peine del Viento“ von Eduardo Chillida an die Kraft der Brandung. Neben dem Genuss hat San Sebastián auch kulturell Gewicht: Das internationale Filmfestival im September zieht jedes Jahr Stars an, und das moderne Kongress- und Kulturzentrum Kursaal prägt die Mündung des Flusses Urumea. So verbindet die Stadt Strandurlaub, baskische Esskultur und Belle-Époque-Eleganz auf engem Raum.






