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Teatro Greco
Eines der größten Theater der griechischen Welt, in den Fels geschlagen – im Mai und Juni Bühne der INDA-Festspiele.
◆ STADTVIERTEL · SYRAKUS
Auf dem Festland, eine halbe Stunde zu Fuß von Ortigia, liegt die andere Hälfte des Welterbes: die Neapolis, das monumentale Erweiterungsviertel der antiken Großstadt. Im Archäologiepark steigen die Sitzreihen des Teatro Greco aus dem Kalkstein, daneben öffnen sich die Latomien – antike Steinbrüche voller Zitrusgärten – und das Ohr des Dionysios, dessen Echo Besucher seit Jahrhunderten testen. Gleich nebenan ordnen das Museum Paolo Orsi und die Katakomben von San Giovanni drei Jahrtausende Stadtgeschichte.

Die Neapolis – wörtlich die Neustadt – war das repräsentative Viertel des antiken Syrakus, als die Stadt unter Dionysios I. zur größten der griechischen Welt aufstieg. Ihr Zentrum ist das Teatro Greco: in den Hang des Temenite-Hügels geschlagen, mit Blick bis zum Meer, eines der größten Theater der Antike. Hier wurden Tragödien aufgeführt, als Aischylos noch lebte – und seit 1914 holt das Istituto Nazionale del Dramma Antico die antiken Stoffe jeden Frühsommer zurück auf genau diese Bühne.
Gleich daneben liegen die Latomien, die antiken Steinbrüche, aus denen die Stadt buchstäblich herausgebrochen wurde. Die Latomia del Paradiso ist heute ein versunkener Garten aus Zitrusbäumen und Oleander; an ihrem Rand öffnet sich das Orecchio di Dionisio, eine über 20 Meter hohe, geschwungene Höhle mit einem Echo, das schon ein Flüstern verstärkt – ihren Namen soll Caravaggio bei seinem Besuch 1608 geprägt haben. Das römische Amphitheater und der monumentale Opferaltar Hierons II. vervollständigen den Park.
Das angrenzende Tyche trägt den Namen der Glücksgöttin und birgt zwei weitere Pflichtadressen: das Archäologische Regionalmuseum Paolo Orsi, das die Funde Ostsiziliens von der Vorgeschichte bis in die griechische Blüte ausbreitet, und die Katakomben von San Giovanni, ein frühchristliches Labyrinth unter der Ruine der gleichnamigen Basilika. Wer beides mit dem Park kombiniert, plant einen ganzen Vormittag – und flieht mittags in die klimatisierten Säle des Museums.
01 · Highlights
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Eines der größten Theater der griechischen Welt, in den Fels geschlagen – im Mai und Juni Bühne der INDA-Festspiele.
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Über 20 Meter hohe Höhle in der Latomia del Paradiso, deren Echo schon ein Flüstern trägt – der Name geht auf Caravaggio zurück.
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Das römische Gegenstück zum griechischen Theater, teils aus dem Fels gearbeitet – Schauplatz von Gladiatorenspielen.
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Eines der bedeutendsten Archäologie-Museen Europas – die Funde Ostsiziliens von der Vorgeschichte bis zur griechischen Blüte.
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Frühchristliches Tunnellabyrinth unter der Basilika-Ruine – nach Rom die bedeutendsten Katakomben Italiens.
02 · Sehenswürdigkeiten
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Für Teatro Greco, Latomien, Orecchio di Dionisio und Amphitheater sollte man zwei bis drei Stunden rechnen. Mit dem Museum Paolo Orsi und den Katakomben von San Giovanni wird ein ganzer Vormittag daraus.
In der Hauptsaison ist das sehr zu empfehlen – die Kassenschlangen werden lang. Wer im Mai oder Juni eine Aufführung der antiken Festspiele sehen will, bucht die Plätze möglichst früh über das INDA.
Nein, die Katakomben von San Giovanni besichtigt man aus konservatorischen Gründen nur mit Führung, die regelmäßig startet und auch auf Englisch angeboten wird. Die Temperaturen unter der Erde sind angenehm kühl – im Hochsommer eine willkommene Pause.
Ehrlich gesagt: nur bedingt. Neapolis und Tyche sind moderne Wohnviertel ohne Altstadtflair – man kommt wegen Park, Museum und Katakomben. Genau dafür aber lohnt sich der Weg von Ortigia in jedem Fall.
07 · In der Nähe
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