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Festungswälle der Cittadella
Die komplette fünfeckige Wallanlage lässt sich umrunden – Parmas schönste Laufstrecke, mit Blick über Bäume und Dächer.
◆ STADTVIERTEL · PARMA
Südlich der Altstadt wird Parma leise: Das Quartier um die fünfeckige Festungsanlage der Farnese ist heute ein grünes Wohnviertel mit Alleen, Jugendstilvillen und dem Stadion Ennio Tardini. Die Cittadella selbst – Ende des 16. Jahrhunderts unter Herzog Alessandro Farnese begonnen – ist Parmas beliebtester Volkspark: Laufrunden auf den Wällen, Picknick auf dem Exerzierfeld, Kinder am Spielplatz unter alten Bäumen.

Als die Farnese Ende des 16. Jahrhunderts ihre Macht über das Herzogtum sichern wollten, ließen sie am Südrand der Stadt eine pentagonale Festung nach dem Vorbild der Zitadelle von Antwerpen errichten. Gekämpft wurde hier kaum – die Anlage diente über die Jahrhunderte als Garnison und Gefängnis, ehe die Stadt sie in einen öffentlichen Park verwandelte. Geblieben sind der vollständige Mauerring, der Wassergraben in Resten und das prachtvolle Marmorportal, durch das man heute mit dem Laufschuh statt mit der Hellebarde schreitet.
Der Parco della Cittadella ist heute der demokratischste Ort Parmas: Auf der Wallkrone drehen Jogger ihre Runden mit Blick über die Dächer, auf dem ehemaligen Exerzierfeld wird gepicknickt und Fußball gespielt, am großen Spielplatz treffen sich die Familien des Viertels. Im Sommer kommen Open-Air-Veranstaltungen dazu. Wer von der Altstadt kommt, erreicht das Portal in einer Viertelstunde über die ruhigen Wohnstraßen südlich der Piazza Garibaldi.
Das umliegende Quartier zeigt das bürgerliche Parma des frühen 20. Jahrhunderts: Alleen, Gärten, Jugendstil- und Liberty-Villen – und mittendrin das Stadio Ennio Tardini, eines der traditionsreichsten Fußballstadien Italiens, an Spieltagen ein gelb-blaues Fest. Hotels gibt es hier kaum, dafür kurze Wege: Wer Ruhe sucht und gern läuft, wohnt am südlichen Altstadtrand und hat Park wie Zentrum gleichermaßen vor der Tür.
01 · Highlights
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Die komplette fünfeckige Wallanlage lässt sich umrunden – Parmas schönste Laufstrecke, mit Blick über Bäume und Dächer.
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Der monumentale Eingang der Farnese-Festung – ein barockes Stück Machtarchitektur als Parktor.
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Heimat des Parma Calcio mitten im Wohnviertel – an Spieltagen verwandelt sich der ganze Süden der Stadt.
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Die Promenadenachse zwischen Altstadt und Süden, gesäumt von Bäumen und Bürgerhäusern – der klassische Spazierweg zur Cittadella.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Hotels
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04 · Essen & Trinken
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Nein, der Park ist öffentlich und tagsüber frei zugänglich. Die Festungswälle, das Marmorportal und die Grünflächen lassen sich ohne Ticket erkunden.
Als Kontrastprogramm ja: Nach Dom und Pilotta zeigt der Festungspark das alltägliche Parma. Wer joggt, mit Kindern reist oder einfach eine grüne Pause braucht, ist hier richtig – große Monumente sollte man nicht erwarten.
Zu Fuß in rund 15 Minuten: von der Piazza Garibaldi nach Süden, den Alleen Richtung Stadio Tardini folgend, bis zum Marmorportal der Festung.
Das Stadio Ennio Tardini liegt mitten im Viertel – an Heimspieltagen sind die Straßen rund ums Stadion voll und teils gesperrt. Wer Ruhe sucht, meidet die Stunden vor und nach dem Anpfiff; wer Fußballatmosphäre mag, bekommt sie hier in italienischer Reinform.
07 · In der Nähe
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