Lazise liegt am Südostufer des Gardasees, eingebettet zwischen Bardolino und Peschiera, und blickt auf eine ungewöhnlich lange Geschichte zurück. Schon im 10. Jahrhundert erhielt der Ort Marktrechte und das Recht, sich selbst zu verteidigen – Lazise gilt damit als eine der ersten freien Gemeinden Italiens. Diese Vergangenheit ist bis heute im Stadtbild ablesbar.
Der alte Kern wird von der Skaliger-Burg dominiert, deren Mauern und Türme aus dem 13. und 14. Jahrhundert teilweise direkt am Wasser stehen. Sie umschließen einen Garten und sind selbst nicht öffentlich zugänglich, prägen aber die Silhouette des Ortes. Am kleinen Hafen erinnert die Dogana Veneta, das venezianische Zollhaus, an die Zeit, als Venedig hier Waren und sogar Galeeren kontrollierte. Direkt daneben steht die romanische Kirche San Nicolò mit ihren Fresken.
Die Uferpromenade ist das pulsierende Gegenstück zur stillen Geschichte: Eisdielen, Trattorien und Cafés reihen sich am Wasser, Boote schaukeln im Hafenbecken, und abends spiegeln sich die Lichter im See. Durch die Stadttore betritt man eine kompakte Altstadt mit engen Gassen und kleinen Plätzen, die zum Bummeln einladen.
Familien schätzen Lazise vor allem wegen seiner Lage zu den Freizeitparks: Das Gardaland liegt in der Nähe, ebenso der Tierpark Parco Natura Viva und der Thermenpark Parco Termale del Garda mit warmen Quellen, eingebettet in einen Park. Wer es ruhiger mag, radelt durch die Olivenhaine und Weinberge des Hinterlands, wo der Bardolino-Wein wächst. Lazise verbindet so mittelalterliches Flair mit Strand-, Bade- und Familienurlaub – und bleibt dabei überschaubar genug, um seinen Charakter zu bewahren.

Castello Scaligero di Lazise
Die Skaligerburg aus dem 14. Jahrhundert bewacht den Südzugang der Altstadt von Lazise – mit Bergfried, Schwalbenschwanz-Zinnen und Mauerring eines der meistfotografierten Motive am Gardasee-Ostufer.
Skaligerburg aus dem 14. Jahrhundert am Südrand der Altstadt





