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Palazzo dei Diamanti
Rund 8.500 Diamantspitzen aus Marmor – Renaissance-Ikone und Bühne großer Kunstausstellungen.
◆ STADTVIERTEL · FERRARA
Mit der Addizione Erculea verdoppelte Herzog Ercole I. d'Este ab 1492 seine Stadt – nach den Plänen von Biagio Rossetti entstand eines der ersten planmäßig entworfenen Stadtviertel Europas. Heute flanierst du hier den Corso Ercole I d'Este entlang zur Diamantfassade des Palazzo dei Diamanti, durch stille Palazzostraßen und den grünen Parco Massari – Renaissance als Alltag, fast ohne Verkehr.

1492 entschied Herzog Ercole I. d'Este, seine mittelalterliche Stadt nach Norden zu verdoppeln – nicht durch wildes Wachstum, sondern nach Plan. Sein Hofarchitekt Biagio Rossetti zog gerade Achsen durch Felder und Gärten, setzte Paläste als Blickpunkte an die Kreuzungen und verband die neue mit der alten Stadt, ohne sie zu erdrücken. Die Addizione Erculea gilt als Pioniertat der europäischen Stadtplanung und trug Ferrara den UNESCO-Welterbetitel ein.
Ihr Kraftzentrum ist das Quadrivio degli Angeli, die Kreuzung von Corso Ercole I d'Este und Corso Biagio Rossetti: Hier prunkt der Palazzo dei Diamanti mit rund 8.500 diamantförmig behauenen Marmorquadern, flankiert vom Palazzo Prosperi-Sacrati mit seinem berühmten Portal. Der Corso Ercole I d'Este selbst – ohne Geschäfte, fast ohne Autos – zählt zu den schönsten Straßenzügen Italiens und führt schnurgerade vom Castello bis zur Stadtmauer.
Dahinter wird die gedachte Stadt grün: Der Parco Massari breitet seine Zedern hinter schmiedeeisernen Toren aus, im Botanischen Garten der Universität blüht es zwischen alten Mauern, und an der Porta degli Angeli steigst du auf den Mauerring – der nördliche Abschnitt der neun Kilometer langen Wälle ist der schönste Ort der Stadt für eine Radtour im Abendlicht.
01 · Highlights
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Rund 8.500 Diamantspitzen aus Marmor – Renaissance-Ikone und Bühne großer Kunstausstellungen.
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Die schnurgerade Prachtachse der Addizione – ohne Läden, fast ohne Verkehr, gesäumt von Palazzi.
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Die berühmteste Kreuzung der Renaissance-Stadtplanung, markiert von drei Eckpalästen.
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Ferraras grüner Salon mit alten Zedern – perfekt für die Pause zwischen zwei Palazzi.
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Am Nordtor steigst du auf die neun Kilometer lange Renaissance-Mauer – schönster Abschnitt für Radfahrer.
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Die planmäßige Stadterweiterung, die Herzog Ercole I. d'Este ab 1492 nach Plänen von Biagio Rossetti anlegen ließ. Sie verdoppelte Ferrara nach Norden und gilt als eine der ersten modernen Stadtplanungen Europas – ein Hauptgrund für den UNESCO-Welterbetitel.
Ja – im Erdgeschoss finden regelmäßig hochkarätige Wechselausstellungen statt, im Obergeschoss zeigt die Pinacoteca Nazionale die Malerei der Ferrareser Schule. Und selbst ohne Ticket lohnt die Fassade: Die Diamantquader verändern ihre Wirkung mit jedem Lichtstand.
Am bequemsten an der Porta degli Angeli am Nordende des Corso Ercole I d'Este: Dort führen Rampen auf die begrünten Wälle, auf denen du die Stadt zu Fuß oder per Rad umrunden kannst.
Nur verhalten – die Addizione ist ein ruhiges Wohn- und Museumsviertel. Wer Bars und Osterien sucht, läuft in zehn Minuten zurück ins Centro Storico oder ins mittelalterliche Viertel südlich der Piazza.
07 · In der Nähe
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