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Die Gerbereien Sas Conzas
Lange Reihen historischer Gerbereien aus dem 19. Jahrhundert am Südufer des Temo – ein seltenes Industriedenkmal Sardiniens, teils mit kleinem Museum.
◆ STADTVIERTEL · BOSA
Am Südufer des Temo, gegenüber der pastellfarbenen Altstadt, ziehen sich die Sas Conzas entlang – lange Reihen verlassener Gerbereien aus dem 19. Jahrhundert, die von Bosas einstiger Lederindustrie zeugen. Hier ist es ruhig: Das Wasser spiegelt die bunten Fassaden des anderen Ufers, Reiher staken durchs Schilf, und flussaufwärts steht San Pietro extra muros, die älteste Kirche der Stadt. Sas Conzas ist der kontemplative Gegenpol zur lebhaften Treppenstadt jenseits der Brücke.

Im 19. Jahrhundert war Bosa ein Zentrum der Lederverarbeitung Sardiniens. Am Südufer des Temo entstand dafür ein ganzes Viertel: die Sas Conzas, mehrgeschossige Gerbereien aus Stein, deren obere Etagen offen blieben, damit der Wind die zum Trocknen aufgehängten Häute durchwehen konnte. Das Wasser des Flusses trieb die Betriebe an und diente zum Wässern der Felle.
Mit dem Niedergang des Handwerks im 20. Jahrhundert wurden die Conzas aufgegeben. Heute stehen sie als seltenes Industriedenkmal am Ufer – manche restauriert, manche verfallen, alle ein Fenster in jenes andere Bosa, das nicht von Adligen, sondern von Handwerkern lebte. Ein Teil beherbergt ein kleines Museum zur Gerbereigeschichte.
Flussaufwärts, etwas außerhalb, steht San Pietro extra muros, die älteste Kirche Bosas, im 11. Jahrhundert von pisanischen Baumeistern errichtet und einsam in den Feldern gelegen. Der Weg dorthin am Ufer entlang ist ein stiller Spaziergang, fernab der Tagesgäste – travelperfect empfiehlt ihn besonders zur goldenen Stunde.
01 · Highlights
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Lange Reihen historischer Gerbereien aus dem 19. Jahrhundert am Südufer des Temo – ein seltenes Industriedenkmal Sardiniens, teils mit kleinem Museum.
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Die älteste Kirche Bosas, im 11. Jahrhundert von Pisanern erbaut, einsam in den Feldern am Fluss gelegen.
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Ein stiller Spaziergang am Südufer mit Blick auf die gespiegelte Pastell-Altstadt, Reiher im Schilf und ankernde Fischerboote.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
04 · Aktivitäten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Ein Teil der Conzas ist restauriert und beherbergt ein kleines Museum zur Geschichte der Bosaner Lederverarbeitung; andere Gebäude lassen sich nur von außen am Uferweg betrachten. Öffnungszeiten variieren saisonal, weshalb sich eine kurze Nachfrage vor Ort lohnt.
Die alte Kirche liegt rund einen Kilometer flussaufwärts am Südufer, gut zu Fuß oder per Rad über den Uferweg erreichbar. Sie ist nicht immer geöffnet; die romanische Fassade und die einsame Lage in den Feldern lohnen aber schon den Spaziergang dorthin.
Ja. Kleine Boote starten saisonal vom Flussufer und fahren ein Stück hinauf oder hinab zur Mündung bei Bosa Marina. Vom Wasser aus zeigt sich Bosa von seiner ruhigsten und fotogensten Seite – mit der gespiegelten Pastell-Altstadt und den Gerbereien.
07 · In der Nähe
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