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Portico di San Luca
Der längste Arkadengang der Welt: 666 Bögen, fast vier Kilometer, UNESCO-Welterbe – Bolognas schönster Kraftakt.
◆ STADTVIERTEL · BOLOGNA
Im Westen der Altstadt beginnt an der Porta Saragozza Bolognas berühmtester Spaziergang: Der Portico di San Luca zieht sich mit 666 Bögen fast vier Kilometer den Colle della Guardia hinauf zur barocken Wallfahrtskirche Madonna di San Luca. Das Viertel darunter ist bürgerliches Bologna wie aus dem Bilderbuch – Wochenmärkte, Eisdielen, Fußballsamstage im Stadion Renato Dall'Ara und abends ein Glas Pignoletto unter den Arkaden der Via Saragozza.

Seit dem 18. Jahrhundert verbindet der Portico di San Luca die Stadt mit ihrer Schutzpatronin: ein durchgehend überdachter Arkadengang, finanziert von Bologneser Familien und Zünften, deren Namen noch an den Bögen stehen. 666 Bögen sind es bis zur Kirche – die Zahl wird gern als Symbol gedeutet: Der Weg zertritt der Schlange den Kopf, die sich den Hügel hinaufwindet. Jedes Jahr im Mai trägt eine Prozession die byzantinische Madonnenikone auf diesem Weg in die Stadt hinunter, ein Ritual seit 1433.
Der Aufstieg beginnt sanft an der Porta Saragozza und legt nach dem Arco del Meloncello, wo der Portikus die Straße in elegantem Schwung überquert, ernsthaft an Steigung zu. Wer oben ankommt, wird doppelt belohnt: mit der lichten Rotunde der Basilika von Carlo Francesco Dotti und mit dem Blick über die rote Stadt bis zum Apennin. Bologneser begehen den Weg als Gelübde, Sonntagsritual oder Intervalltraining – Touristen erkennt man daran, dass sie an jedem zehnten Bogen fotografieren.
Unten im Viertel lebt das bürgerliche Bologna: Familienbetriebe unter den Arkaden der Via Saragozza, der Wochenmarkt, Eisdielen mit Schlangen bis auf die Straße. Im Süden grenzen die Giardini Margherita an, Bolognas großer Stadtpark, im Westen das Stadion Renato Dall'Ara, in dem der FC Bologna seine Heimspiele austrägt. Wer hier wohnt, ist in zwanzig Gehminuten auf der Piazza Maggiore – und in zwanzig Minuten auf einem Hügel mit Weitblick.
01 · Highlights
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Der längste Arkadengang der Welt: 666 Bögen, fast vier Kilometer, UNESCO-Welterbe – Bolognas schönster Kraftakt.
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Die barocke Wallfahrtskirche auf dem Colle della Guardia mit der byzantinischen Madonnenikone und weitem Blick über Stadt und Apennin.
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Die elegante Rokoko-Brücke, mit der der Portikus die Straße überquert – Lieblingsmotiv der Fotografen.
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Bolognas großer Stadtpark am Rand des Viertels – Laufrunden, Picknicks und ein See mit Schildkröten.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Erleben
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Die ersten zwei Kilometer bis zum Arco del Meloncello verlaufen flach, danach steigt der Portikus teils kräftig an – insgesamt knapp 4 km und rund 200 Höhenmeter. Mit normaler Kondition und Pausen schafft es jeder in gut einer Stunde; der Weg ist durchgehend überdacht.
Der Eintritt in die Kirche ist frei. Für die Panoramaterrasse wird ein kleines Ticket fällig. Beachte, dass die Basilika mittags schließen kann – und angemessene Kleidung gilt wie in allen Wallfahrtskirchen.
Ja – das San-Luca-Express-Bähnchen fährt vom Stadtzentrum bis vor die Basilika, alternativ bringt dich ein Taxi hinauf. Viele kombinieren: zu Fuß hinauf unter den Arkaden, gemütlich zurück mit dem Bähnchen.
Wenn du es ruhig, grün und unaufgeregt magst, ja: faire Preise, echte Nachbarschaft und der schönste Morgenlauf der Stadt direkt vor der Tür. Ins Zentrum sind es 15–20 Gehminuten unter Arkaden.
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