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Duomo di San Lorenzo
Backsteingotische Kathedrale an der Piazza Risorgimento mit fein intarsiertem Chorgestühl aus dem frühen 16. Jahrhundert.
◆ STADTVIERTEL · ALBA
Innerhalb des alten Mauerrings drängt sich Alba auf wenigen hundert Metern zusammen: backsteinrote Geschlechtertürme über der Piazza Risorgimento, der Duomo di San Lorenzo und die Via Maestra, an der sich Enotheken, Trüffelhändler und Haselnuss-Konditoreien aneinanderreihen. Im Herbst zieht hier die Trüffelmesse ein – dann riecht die ganze Altstadt nach Tartufo bianco.

Die Altstadt folgt bis heute dem Straßenraster des römischen Alba Pompeia, in dem der spätere Kaiser Pertinax geboren wurde. Im Mittelalter setzten die Patrizierfamilien der freien Kommune ihre Wohn- und Geschlechtertürme auf dieses Raster – „Stadt der hundert Türme“ wurde Alba genannt. Eine Handvoll hat überlebt: Der Torre Sineo aus dem 13. Jahrhundert ist mit rund 39 Metern der höchste und prägt zusammen mit seinen Nachbarn die Silhouette über der Piazza Risorgimento, wo sich auch der backsteinrote Duomo di San Lorenzo und das Rathaus mit seinen Arkaden gegenüberstehen.
Die Lebensader ist die Via Vittorio Emanuele II, die alle nur Via Maestra nennen: eine Flaniermeile vom Dom hinunter zur Piazza Michele Ferrero, gesäumt von Enotheken, Pasticcerie mit Torta di Nocciola, Trüffelhändlern und Cafés. Wer den Kopf hebt, entdeckt zwischen den Schaufenstern immer wieder mittelalterliches Mauerwerk, Loggien und Reste alter Türme – und in den Seitengassen wird es schlagartig still.
Im Herbst wechselt die Altstadt den Aggregatzustand: Von Oktober bis Anfang Dezember läuft die Fiera Internazionale del Tartufo Bianco, deren Herzstück der überdachte Trüffelmarkt im Cortile della Maddalena ist. An den Wochenenden schieben sich dann Feinschmecker aus aller Welt durch die Gassen, beim Palio degli Asini rennen Esel statt Pferde – Albas augenzwinkernde Antwort auf das Spektakel der Nachbarstadt Asti. Den Rest des Jahres gehört das Zentrum wieder den Albesi, ihren Cafés und ihrem Samstagsmarkt.
01 · Highlights
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Backsteingotische Kathedrale an der Piazza Risorgimento mit fein intarsiertem Chorgestühl aus dem frühen 16. Jahrhundert.
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Der höchste der mittelalterlichen Türme Albas – Wahrzeichen der „Stadt der hundert Türme“.
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Die Flaniermeile der Altstadt: Enotheken, Trüffelhändler und Haselnuss-Konditoreien unter mittelalterlichen Fassaden.
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Der Innenhof beherbergt im Herbst den weltberühmten Trüffelmarkt der Fiera Internazionale del Tartufo Bianco.
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Gotische Bettelordenskirche mit Freskenresten – heute Albas stimmungsvoller Raum für Ausstellungen und Konzerte.
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Den Duomo di San Lorenzo an der Piazza Risorgimento, die mittelalterlichen Türme rund um den Platz – allen voran den Torre Sineo –, die Flaniermeile Via Maestra und die gotische Kirche San Domenico. Im Herbst gehört der Trüffelmarkt im Cortile della Maddalena dazu.
Die Fiera Internazionale del Tartufo Bianco läuft jedes Jahr von Anfang Oktober bis Anfang Dezember, vor allem an den Wochenenden. Ihr Herzstück ist der überdachte Trüffelmarkt im Cortile della Maddalena mitten in der Altstadt; dazu kommen Verkostungen, Showcooking und Veranstaltungen in den Gassen.
Das Zentrum ist weitgehend verkehrsberuhigt und für Auswärtige faktisch gesperrt – wie in vielen italienischen Städten regelt eine ZTL (zona traffico limitato) die Zufahrt. Am besten parkst du auf den ausgeschilderten Plätzen und in den Parkhäusern am Altstadtrand und gehst die wenigen hundert Meter zu Fuß.
Während der Messe direkt im Cortile della Maddalena, wo die Knollen geprüft und nach Gewicht verkauft werden. In den Restaurants der Altstadt wird der weiße Trüffel klassisch über Tajarin oder ein Spiegelei gehobelt und nach Gramm berechnet – nach dem Preis zu fragen, bevor gehobelt wird, ist völlig üblich.
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