Das Museo Civico Federico Eusebio macht die antike Geschichte Albas greifbar. Denn die Stadt steht auf römischem Grund: Als Alba Pompeia war sie ein Munizipium zwischen Ligurien und der Po-Ebene und ein wichtiger Knotenpunkt der Region. Hier wurde der spätere römische Kaiser Pertinax geboren – ein Detail, das die Bedeutung der antiken Stadt unterstreicht. Diese römische Vergangenheit ist im heutigen Stadtbild kaum noch sichtbar, im Museum jedoch lebendig dokumentiert. Das Museum trägt den Namen des Altertumsforschers Federico Eusebio, der sich um die Erforschung der Geschichte Albas verdient gemacht hat. Es bewahrt, was Ausgrabungen im Lauf der Zeit zutage gebracht haben: Mosaikböden, Grabsteine, Keramik und Alltagsgegenstände aus römischer Zeit geben einen Einblick in das Leben in Alba Pompeia. Wer sich für die Wurzeln der Stadt interessiert, findet hier die wichtigsten Zeugnisse an einem Ort versammelt. Neben der archäologischen Sammlung verfügt das Museum über eine naturkundliche Abteilung. Damit verbindet es die kulturgeschichtliche und die naturkundliche Perspektive auf die Region und die Langhe. Das Haus ist klein und unaufgeregt – kein monumentales Museum, sondern eine überschaubare, sorgfältig zusammengestellte Sammlung, die sich in ein bis zwei Stunden gut erkunden lässt. Gerade diese Überschaubarkeit macht das Museo Civico Federico Eusebio zu einem idealen Programmpunkt für einen Regenvormittag zwischen zwei Verkostungen. Wer Alba nicht nur als Trüffel- und Weinstadt, sondern auch in seiner langen Geschichte verstehen will, sollte hier einkehren. Für den Besuch ist ein Ticket erforderlich; ein Halt lässt sich gut mit einem Rundgang durch die nahe Altstadt verbinden.
Die römischen Mosaikböden als Detailaufnahmen festhalten (sofern Fotografieren erlaubt ist).






























