Die Osteria dell'Arco liegt in einem Innenhof an der Piazza Michele Ferrero, die den Albesi nach wie vor als Piazza Savona geläufig ist. Schon dieser Ort – etwas zurückgesetzt vom Trubel des Platzes – passt zum Charakter des Hauses: eine ehrliche Osteria, die das auf den Tisch bringt, was die Langhe hergeben, ohne Inszenierung und ohne Aufpreis für Atmosphäre.
Auf der Karte steht die klassische Küche des Piemont: Antipasti vom Markt, hauchdünn geschnittene Tajarin, gefüllte Agnolotti und Schmorgerichte, bei denen das Fleisch langsam in Nebbiolo gart. Diese Gerichte sind das kulinarische Rückgrat der Region, und die Osteria dell'Arco kocht sie verlässlich und unprätentiös. Wer die Langhe über den Teller kennenlernen will, findet hier eine Adresse, die das regionale Repertoire ohne Umwege präsentiert.
Das Haus ist der Slow-Food-Bewegung verbunden, die im nahen Bra gegründet wurde und von dort aus weltweit Schule gemacht hat. Diese Haltung zeigt sich nicht nur in der Auswahl regionaler, saisonaler Produkte, sondern auch in der bewusst bodenständigen Preispolitik: Gute Küche soll bezahlbar bleiben. Die Weinkarte folgt demselben Prinzip und versammelt vor allem kleine Erzeuger aus den Hügeln ringsum – ein guter Weg, weniger bekannte Winzer aus Barolo, Barbaresco und der weiteren Umgebung zu entdecken.
Besonders mittags gilt die Osteria dell'Arco als eine der besten Adressen der Stadt für ein ehrliches Menü. Wer in Alba unterwegs ist und die Region authentisch und ohne großen finanziellen Aufwand schmecken möchte, ist hier richtig. Eine Reservierung ist gerade in der Trüffelsaison im Herbst ratsam, wenn die Stadt viele Genussreisende anzieht.