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◆ STADTVIERTEL · AGRIGENT

Valle dei Templi.
die steinerne Schaufassade des antiken Akragas

Der Tempelhügel des antiken Akragas ist Agrigents Weltwunder: Entlang der Via Sacra reihen sich dorische Tempel über Olivenhainen und Mandelbäumen – vom fast vollständig erhaltenen Concordia-Tempel bis zum Juno-Tempel auf der Hügelkante. Dazwischen liegt der Zitrusgarten Kolymbethra, am Rand das Archäologische Museum, und abends leuchten die Säulen golden über der Küstenebene.

Valle dei Templi.
Felsrücken südlich der Altstadt, Richtung Meer
Lage
UNESCO-Welterbe, dorische Tempel, Oliven- und Mandelhaine
Charakter
Archäologie, Fotografie, Abendspaziergänge
Gut für
Früher Morgen oder Abendbeleuchtung in der Sommersaison
Beste Zeit
Valle dei Templi

Die Schaufassade einer antiken Weltstadt

Wer heute vom Tal der Tempel spricht, meint eigentlich einen Hügelrücken: Die Griechen bauten ihre Heiligtümer entlang der südlichen Stadtkante von Akragas, sichtbar für jedes Schiff, das sich der Küste näherte. Nach dem Sieg über Karthago 480 v. Chr. entstand hier in wenigen Jahrzehnten eine der dichtesten Tempelreihen der antiken Welt – vom Herakles-Tempel über den gewaltigen, nie vollendeten Zeustempel bis zum Concordia-Tempel, der als christliche Basilika die Jahrhunderte überlebte.

Seit 1997 ist die archäologische Zone UNESCO-Welterbe und zählt zu den größten Ausgrabungsarealen des Mittelmeerraums. Zwischen den Tempeln wachsen Olivenbäume und Mandeln wie vor zweitausend Jahren; in einer kleinen Schlucht versteckt sich der Giardino della Kolymbethra, ein vom FAI gepflegter Zitrusgarten mit antikem Bewässerungssystem. Das Museum Pietro Griffo am oberen Rand bewahrt die Funde – allen voran den kolossalen Telamon des Zeustempels.

Der klassische Rundgang beginnt am oberen Eingang beim Juno-Tempel und führt die Via Sacra bergab – früh morgens im Licht der ersten Stunde oder abends, wenn die Säulen angestrahlt werden und der Strom der Tagesgäste abgeebbt ist. Schatten gibt es kaum: Wasser, Hut und feste Schuhe gehören in jede Tasche.

05 · Praktisch

Gut zu wissen.

Anreise
Stadtbusse ab Zentrum/Bahnhof; Parkplätze an den Eingängen Tempio di Giunone und Porta V
Beste Zeit
Früher Morgen oder Abendöffnung in der Sommersaison – mittags kaum Schatten
Tickets
Online vorbuchen; Kombitickets mit Museum bzw. Kolymbethra verfügbar
Gut für
Archäologie, Fotografie, Sonnenuntergänge
Insider-Tipp
Am oberen Eingang beim Juno-Tempel starten und die Via Sacra bergab Richtung Porta V laufen

06 · Häufige Fragen

Was Reisende oft fragen.

Wie lange dauert der Rundgang durchs Tal der Tempel?

Für die Via Sacra vom Juno-Tempel bis zum Zeusheiligtum brauchst du zwei bis drei Stunden. Mit Kolymbethra und Archäologischem Museum wird daraus bequem ein ganzer Tag.

Kann man die Tempel auch abends besuchen?

In der Sommersaison öffnet der Park regelmäßig auch abends – dann sind die Tempel angestrahlt und die Temperaturen angenehm. Termine und Tickets vorab online prüfen, die Abendslots sind begehrt.

Lohnt sich der Giardino della Kolymbethra?

Ja – der vom FAI gepflegte Garten in der kleinen Schlucht ist die grüne Gegenwelt zum kahlen Tempelhügel: Zitrushaine, antike Wasserkanäle und Schatten. Er hat einen eigenen kleinen Eingang und ein separates Ticket.

Gibt es Schatten oder Einkehrmöglichkeiten im Park?

Kaum – der Tempelhügel liegt fast vollständig in der Sonne. Wasser, Kopfbedeckung und Sonnenschutz sind Pflicht; Kioske gibt es nur an den Eingängen. Im Hochsommer den Besuch auf früh morgens oder abends legen.

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travelperfect · Aktualisiert 13. Juni 2026