Auf der Westseite der Halbinsel Capo Testa öffnet sich das Valle della Luna, das Mondtal – eine von hohen Granittürmen gerahmte Schlucht, die durch duftende Macchia und über blanken Fels zur Badebucht Cala Grande hinabführt. Der Name ist Programm: Die von Wind, Salz und Zeit zu Kuppen, Pilzen und gerundeten Blöcken geschliffenen Granitformationen wirken tatsächlich wie eine fremde, mondähnliche Landschaft. Das Tal hat eine eigene Geschichte. Ende der Sechzigerjahre entdeckten Aussteiger und Hippies den Ort, und bis heute lebt eine kleine internationale Gemeinde in den Höhlen und Felsnischen zwischen den Granittürmen. Wer das Tal durchwandert, begegnet diesem stillen Nebeneinander aus Natur und alternativer Lebensform – Besucher sind geduldet, solange sie sich respektvoll bewegen, leise sind und nichts zurücklassen. Infrastruktur sucht man hier vergeblich, und das ist der Punkt: Es gibt weder Bar noch Liegen, keinen Kiosk und keine Rettungsschwimmer. Geboten wird stattdessen klares, oft türkis schimmerndes Wasser an der Cala Grande, Granit in skurrilen Formen und eine Atmosphäre, die es so am stark erschlossenen Mittelmeer kaum noch gibt. Wer Ruhe, Natur und einen Hauch Wildheit sucht, ist hier richtig. Der Weg ins Tal ist kein Spaziergang über Asphalt: Die Pfade führen über blanken, teils glatten Granit, und es gibt praktisch keinen Schatten. Festes Schuhwerk, ausreichend Wasser und Sonnenschutz sind deshalb Pflicht, gerade im Hochsommer. Wer flexibel ist, kommt am frühen Morgen oder zum späten Nachmittag, wenn das Licht weicher und die Hitze erträglicher ist. Das Valle della Luna lässt sich ideal mit dem Leuchtturm am Capo Testa und einer Küstenwanderung über die Halbinsel verbinden – Granitlandschaft, Geschichte und ein Bad an einem Tag.
Eine naturbelassene Granitschlucht, die von vom Wind geformten Felstürmen gerahmt wird und über Macchia und blanken Fels zur Badebucht Cala Grande hinabführt. In den Höhlen lebt eine kleine internationale Aussteigergemeinde. Es gibt keine Bar, keine Liegen und keine Aufsicht – nur Granit in skurrilen Formen, klares Wasser und Stille. Die Pfade führen über teils glatten Fels.
Ende der Sechzigerjahre entdeckten Aussteiger und Hippies das abgelegene Tal. Aus dieser Bewegung ist bis heute eine kleine internationale Gemeinde geblieben, die in den Höhlen und Felsnischen zwischen den Granittürmen lebt. Besucher sind geduldet, solange sie respektvoll bleiben und nichts zurücklassen.
