Erst vom Wasser aus wird begreiflich, wie kühn die fünf Dörfer der Cinque Terre in den Fels gebaut wurden. Wo vom Land nur enge Gassen, Treppen und Weinterrassen zu sehen sind, öffnet sich auf dem Boot die ganze Steilküste: pastellfarbene Turmhäuser, die sich an die Felsen klammern, dazwischen versteckte Buchten, in die kein Wanderweg führt. Die Ausfahrt ab Vernazza ist deshalb keine bloße Transportfrage, sondern eine eigene Art, die Küste zu lesen. Von Frühjahr bis Herbst verkehren die Fähren des Consorzio Marittimo Turistico zwischen Levanto, Monterosso, Vernazza, Manarola und Riomaggiore und weiter Richtung Portovenere und La Spezia. Wichtig zu wissen: Corniglia liegt hoch auf dem Felsen und hat als einziges der fünf Dörfer keinen Anleger – wer es besuchen will, kommt nur per Bahn oder zu Fuß hin. Die Fähren fahren mehrmals täglich, sind bei hohem Seegang aber wetterabhängig; an stürmischen Tagen kann der Betrieb kurzfristig eingestellt werden. Wer mehr Ruhe und Nähe zur Küste sucht, mietet am Hafen von Vernazza ein kleines Boot mit Skipper oder steigt ins Seekajak. Auf dieser Höhe lassen sich die Steilwände, Grotten und Felsnasen abfahren, die vom größeren Fährschiff aus distanziert bleiben, und an warmen Tagen ist ein Sprung ins klare Wasser vor der Küste möglich. Die geführten Kleintouren laufen meist als halbtägige Ausfahrten, oft mit Apéritivo an Bord zum Sonnenuntergang. Das beste Licht liefert der späte Nachmittag: Dann fällt die tief stehende Sonne von Westen auf Vernazzas Hafenbucht, das Castello Doria und die Häuserzeile um die Piazza Marconi – der klassische Blick, der dieses Dorf berühmt gemacht hat, und der nur vom Meer aus in dieser Geschlossenheit zu sehen ist. Für die Fähren empfiehlt sich, die aktuellen Fahrpläne und Wetterlagen vor Ort zu prüfen, da Zeiten und Verbindungen saisonal stark schwanken.
Die Bootstour beginnt am Hafen von Vernazza, wo Linienfähren, kleine Skipperboote und Seekajaks ablegen. Auf dem Wasser fährst du die Steilküste der Cinque Terre ab und siehst die fünf Dörfer von ihrer eindrucksvollsten Seite – Turmhäuser am Fels, versteckte Buchten und Grotten. Die Linienfähren verbinden Levanto, Monterosso, Vernazza, Manarola und Riomaggiore und reichen bis Portovenere und La Spezia; kleine Boote bleiben näher an den Felswänden und ermöglichen an warmen Tagen einen Sprung ins Wasser. Den Höhepunkt liefert der Blick auf Vernazzas Hafenbucht mit dem Castello Doria, am schönsten im warmen Licht des späten Nachmittags.
