Kaum eine Kirche Italiens steht näher am Meer als Santa Margherita di Antiochia. Sie wurde 1318 auf einem Felsen unmittelbar an der Hafenbucht von Vernazza errichtet und gehört zu den ältesten und prägendsten Bauten des Dorfs. Schon vom Wasser und von der Piazza Marconi aus bestimmt sie zusammen mit den pastellfarbenen Turmhäusern die Silhouette des Orts. Der Bau folgt dem Stil der ligurischen Gotik, schlicht und massiv aus dem grauen Stein der Region. Charakteristisch ist der achteckige Glockenturm, der über die Dächer ragt, sowie der ungewöhnliche Zugang: Weil die eigentliche Fassade dem offenen Meer zugewandt ist, betritt man die Kirche über die Rückseite, von der Piazza her. Diese Lage, mit der Brandung direkt vor den Mauern, macht den besonderen Charakter des Baus aus. Innen erwarten dich drei schlichte Schiffe aus grauem Stein, getragen von Säulen, ohne den überladenen Prunk vieler italienischer Kirchen. Durch die Fenster dringt das Rauschen der Brandung herein, und das Licht fällt gedämpft auf die nüchternen Steinflächen. Es ist ein Ort von karger, klarer Schönheit, der seine Wirkung gerade aus dem Verzicht zieht – aus dem Zusammenspiel von Fels, Stein und Meer. Der Besuch lässt sich gut mit einem Rundgang um den Hafen und der Piazza Marconi verbinden, an der die Kirche steht. Da es ein aktiver Sakralbau ist, gilt für den Innenraum angemessene Kleidung und Ruhe; während Gottesdiensten ist die Besichtigung eingeschränkt. Wer fotografiert, findet das schönste Zusammenspiel von Kirche, Glockenturm und Hafen vom Wellenbrecher aus.
Das beste Zusammenspiel von Kirche, Glockenturm und Hafen gelingt vom Wellenbrecher.





























