
◆ STADT · KANAREN
Goldene Wanderdünen, die wie ein Stück Sahara ans Meer gerutscht sind, ein Hochland aus erstarrter Lava über den Wolken, eine Altstadt, in der Kolumbus übernachtete – Gran Canaria packt Wüste, Gebirge und atlantische Großstadt auf eine Scheibe von gerade einmal fünfzig Kilometern Durchmesser. Genau das meinen die Insulaner mit dem Beinamen, der hier seit Generationen herumgeht. travelperfect zeigt die Insel jenseits der Hotelmeile von Playa del Inglés: barfuß durch die Gassen von Vegueta, mit dem grünen Mojo auf dem Teller, oben am Roque Nublo, wo der Passat die Pinien biegt.

Im Süden glaubt man, Gran Canaria sei eine Sonnenbank mit Strandanschluss. Die Dünen von Maspalomas spielen mit: Quadratkilometer fein gerippter Sand, von der Sonne in Bewegung gehalten, vor den Resorts schon da, lange bevor das erste Hotel stand. Heute liegt das Gebiet unter Schutz, durchzogen von ausgeschilderten Pfaden, die zur Lagune La Charca führen, wo Zugvögel zwischen Palmen und Schilf rasten. Hinter dem Leuchtturm beginnt die Fußgängerpromenade, hinter den Dünen beginnt die eigentliche Insel – und die meisten Pauschalgäste drehen genau hier um.
Wer ins Innere fährt, verlässt die Klimazone. Die Passatwolken hängen am Nordhang, halten ihn grün und feucht, während der Süden in subtropischer Trockenheit liegt. Über alldem türmt sich das vulkanische Hochland: Tejeda, von Miguel de Unamuno als versteinerter Sturm beschrieben, der Roque Nublo als 80 Meter hoher Basaltfinger auf 1.813 Metern, daneben der heilige Roque Bentayga der altkanarischen Ureinwohner. In Pinienwäldern wird es kühl, in den Schluchten von Guayadeque wohnen Menschen bis heute in Höhlen – und essen in Höhlenrestaurants, die in den Tuffstein geschlagen sind.
Und dann ist da Las Palmas, mit über 370.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanaren, eine echte Hafen- und Hauptstadt mit Surfern an der Playa de Las Canteras und Geschichte in den Pflastersteinen von Vegueta. Das UNESCO-geschützte Gründerviertel aus dem 15. Jahrhundert reiht Kolonialhäuser, die Kathedrale Santa Ana und das Casa de Colón aneinander, in dem Christoph Kolumbus auf seiner Atlantiküberquerung Station machte. Drei Welten, eine Busfahrt voneinander entfernt: das ist der Kontinent im Kleinen, nicht als Werbespruch, sondern als geologische Tatsache.
01 · Auf einen Blick
· Stadtviertel







· Sehenswürdigkeiten
· Aktivitäten
· Entdecken & Buchen
02 · Was tun
Hauptstadt & Atlantik
Morgens durch die Kolonialgassen von Vegueta zur Kathedrale Santa Ana und ins Casa de Colón, mittags Tapas und Markt im Nachbarviertel Triana, nachmittags drei Kilometer Stadtstrand an der Playa de Las Canteras, wo Surfer und Familien sich denselben goldenen Bogen teilen. Eine Großstadt, die nach Salz und gegrilltem Fisch riecht.
Dünen & Süden
Von der Promenade am Leuchtturm in die geschützten Wanderdünen, weiter zur Vogellagune La Charca, abends zurück über die Strandkette von Playa del Inglés. Wer den Trubel verlassen will, fährt ins Fischerdorf Arguineguín oder ins ruhigere Puerto de Mogán mit seinen Kanälen.
Gipfel & Lava
Hinauf nach Tejeda, eines der schönsten Bergdörfer Spaniens, von dort der kurze, lohnende Aufstieg zum Roque Nublo auf 1.813 Metern, mit Blick bis zum Teide auf Teneriffa, wenn die Luft klar ist. Mandelblüte im Februar, Pinienduft das ganze Jahr.
Tradition & Höhlen
Das mittelalterliche Agüimes mit ockerfarbenen Gassen und der neoklassizistischen Kirche San Sebastián, dahinter die Schlucht Barranco de Guayadeque mit ihren bewohnten Höhlen und Höhlenrestaurants. Sonntags weiter zum Wallfahrtsort Teror mit seiner Basilika und dem Bauernmarkt.
03 · Wann
Der Beiname 'ewiger Frühling' ist keine Übertreibung: Die Temperaturen schwanken übers Jahr kaum, der Regen bleibt mit rund 150 Millimetern pro Jahr eine Seltenheit, fast achtmal trockener als in Deutschland. Wann du kommst, entscheidet weniger über die Sonne als über die Art der Reise – Strand oder Berg, Ruhe oder Karneval.
04 · Häufige Fragen
Für die Wanderdünen von Maspalomas, ein geschütztes Sandmeer direkt am Atlantik, für seine Strände und das vulkanische Hochland um den Roque Nublo. Dazu kommt Las Palmas mit der UNESCO-Altstadt Vegueta und dem Stadtstrand Playa de Las Canteras. Wegen der Vielfalt aus Wüste, Gebirge und Großstadt auf engstem Raum nennt man die Insel 'Kontinent im Kleinen'.
Die Insel ist ganzjährig mild. Für Strandtage eignet sich Mai bis Mitte Oktober am besten, wenn das Meer bis 23,5 °C erreicht. Zum Wandern im Hochland sind Oktober bis Mai ideal, mit angenehmen 20–25 °C und klarer Luft. Echten Winter gibt es nicht – die Temperaturen schwanken übers Jahr nur wenig.
Per Direktflug zum Flughafen Gran Canaria (LPA) ab zahlreichen deutschen Städten, etwa mit Condor oder TUIfly. Die Flugzeit beträgt rund viereinhalb bis fünf Stunden. Vom Flughafen geht es mit den Global-Bussen, per Taxi (20–25 Minuten in die Stadt) oder mit dem Mietwagen direkt vom Terminal weiter.
Für die Küste und Las Palmas reicht das gut ausgebaute Busnetz von Global. Wer aber das Bergland, Tejeda, den Roque Nublo oder die Schlucht von Guayadeque erkunden will, fährt mit dem Mietwagen deutlich flexibler – viele der schönsten Orte liegen abseits der Hauptlinien. Mietwagenschalter gibt es direkt im Flughafenterminal.
Papas arrugadas, kleine in Salzwasser gegarte Runzelkartoffeln mit den beiden Mojo-Saucen (rotes mojo rojo und grünes mojo verde), dazu gofio, ein Mehl aus gerösteten Körnern. Frischer Fisch wie vieja (Papageifisch) oder cherne gehört dazu, zum Nachtisch das mandelsüße bienmesabe. Lokal wachsen die berühmten plátanos de Canarias.
Sehr. Las Palmas ist mit über 370.000 Einwohnern die größte Stadt der Kanaren und mehr als eine Durchgangsstation. Das Gründerviertel Vegueta aus dem 15. Jahrhundert mit Kathedrale Santa Ana und Casa de Colón ist UNESCO-geschützt, der drei Kilometer lange Stadtstrand Las Canteras gehört zu den schönsten Europas. Vom Süden ist die Stadt per Bus oder Auto in unter einer Stunde erreichbar.
05 · In der Nähe
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