Wer Villasimius besucht, kommt unweigerlich an Simius und Porto Giunco vorbei – zwei Strandabschnitte, die sich wie zwei Seiten derselben Medaille anfühlen und doch völlig unterschiedliche Stimmungen erzeugen. Der Spiaggia di Simius liegt direkt vor dem Ortskern, sanft gebogen, von Pinien gerahmt und im Sommer von Familien, Schnorchlern und Sonnenanbetern gleichermaßen bevölkert. Das Wasser wechselt hier je nach Tageszeit zwischen einem satten Smaragdgrün und einem fast unwirklichen Hellblau – kein Filter nötig.
Wenige Kilometer weiter südlich öffnet sich Porto Giunco wie ein Panoramabild: Auf der einen Seite das offene Meer mit seinem feinen weißen Sand, auf der anderen die Lagune von Notteri, ein geschütztes Feuchtgebiet, in dem von Herbst bis Frühling Flamingos rasten. Wer früh morgens die kleine Anhöhe zum Torre di Porto Giunco hinaufsteigt, erlebt eine der stillen Großartigkeit Sardiniens – der Blick reicht über beide Gewässer gleichzeitig, und wenn das Licht noch weich ist, spiegeln sich die rosa Vögel im flachen Wasser der Lagune.
Der Turm selbst, ein aragonesisches Wachgebäude aus dem 16. Jahrhundert, ist nicht nur Aussichtspunkt, sondern auch Zeuge einer langen Geschichte der Küstenverteidigung. Unterhalb des Turms trennt eine schmale Landzunge das Meer von der Lagune – ein Spaziergang entlang dieses Streifens gehört zu den eindrucksvollsten Spaziergängen der gesamten Region.
Das Viertel ist kein urbaner Hotspot, sondern ein Naturraum mit touristischer Infrastruktur: Strandrestaurants, Bootsverleih und einige Hotels und Resorts haben sich entlang der Küstenstraße angesiedelt, ohne den Charakter der Landschaft zu dominieren. Die Gastronomie setzt auf frischen Fisch und sardische Klassiker, serviert mit Blick aufs Wasser. Abends leert sich Porto Giunco, und wer dann noch am Strand sitzt, hat die Stille, das Meeresrauschen und den Sternenhimmel fast für sich allein.

Spiaggia di Porto Giunco
Langer Bogen aus hellem Sand zwischen türkisem Meer und der Lagune von Notteri mit Rosaflamingos, überragt vom spanischen Wachturm Torre di Porto Giunco.
Langer Bogen aus hellem, feinem Sand