Highlight
Piazza dei Signori
Vicenzas Hauptplatz unter den Loggien der Basilica Palladiana – morgens Markt, abends Aperitivo-Bühne der ganzen Stadt.
◆ STADTVIERTEL · VICENZA
Die kompakte Altstadt zwischen Bahnhofsboulevard und Bacchiglione ist Palladios Freilichtmuseum: der Corso mit seiner Palazzo-Parade, die Piazza dei Signori unter den Loggien der Basilica Palladiana, dazu gassenartige contrà, Goldschmiede-Schaufenster und Osterien, in denen baccalà alla vicentina auf der Tafel steht.

Der Corso Andrea Palladio zieht sich schnurgerade von der Piazza Castello bis zur Piazza Matteotti – und wer ihn entlanggeht, passiert das halbe Lebenswerk des Namensgebers samt den Bauten seiner Schüler. Links und rechts zweigen die contrà ab, wie Vicenzas Straßen nach venezianischem Vorbild heißen: schmale Korridore zwischen Palastfassaden, in denen sich Buchläden, Goldschmiede und Caféhäuser verstecken. Am östlichen Ende wartet mit dem Teatro Olimpico der dramatischste Schlusspunkt, den eine Einkaufsstraße in Europa haben kann.
Das Herz des Viertels aber ist die Piazza dei Signori. Über ihr erhebt sich die Basilica Palladiana mit ihren zweigeschossigen Marmorloggien und dem kupfergrünen Kieldach, daneben ragt der schlanke Uhrturm Torre Bissara auf, gegenüber steht Palladios unvollendete Loggia del Capitaniato. Morgens Marktstände, abends Spritz unter den Bögen – der Platz ist Bühne und Wohnzimmer der Stadt zugleich.
Abseits der Hauptachse wird es still und konzentriert: In der Chiesa di Santa Corona leuchtet Giovanni Bellinis «Taufe Christi», das Palladio Museum im Palazzo Barbaran da Porto erklärt das Werk des Meisters, und an der Casa Pigafetta erinnert eine Inschrift an Antonio Pigafetta, den Vicentiner, der Magellans Weltumsegelung als Chronist überlebte. Dazwischen liegen die historischen Osterien, in denen die Küche der Stadt seit Generationen gepflegt wird.
01 · Highlights
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Vicenzas Hauptplatz unter den Loggien der Basilica Palladiana – morgens Markt, abends Aperitivo-Bühne der ganzen Stadt.
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Die schnurgerade Hauptachse der Altstadt – eine Parade von Renaissance-Palästen zwischen Piazza Castello und Teatro Olimpico.
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Gotische Dominikanerkirche mit Giovanni Bellinis «Taufe Christi» und Paolo Veroneses «Anbetung der Könige».
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Im Palazzo Barbaran da Porto erzählen Modelle und Originalzeichnungen, wie aus einem Steinmetz der einflussreichste Architekt der Neuzeit wurde.
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Das spätgotische Wohnhaus von Antonio Pigafetta, dem Chronisten der ersten Weltumsegelung – ein Juwel in einer stillen Seitengasse.
02 · Sehenswürdigkeiten
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
So heißen die Straßen der Vicentiner Altstadt – eine venetische Eigenheit, die wie in Venedig (calle) vom italienischen Standard abweicht. Die Schreibweise auf den Schildern, etwa Contrà Porti oder Contrà Santa Corona, gehört zum Lokalkolorit.
Die Loggien sind frei zugänglich, der große Saal und die Terrasse öffnen zu Ausstellungen und Veranstaltungen. Außerdem ist in der Basilica das Museo del Gioiello untergebracht, das die Goldschmiedetradition der Stadt zeigt.
Rund um die Piazza dei Signori und die Piazza delle Erbe: Unter den Loggien reihen sich Bars für den Spritz, in den Seitengassen liegen die historischen Osterien. Es geht entspannt zu – Vicenza feiert leiser als Verona oder Padua.
Für einen konzentrierten Rundgang mit Teatro Olimpico, Basilica und Santa Corona reicht ein halber Tag. Mit Pinakothek, Palladio Museum und langer Mittagspause füllt das Centro Storico mühelos einen ganzen Tag.
07 · In der Nähe
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