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Isola della Pescheria
Die Fischmarkt-Insel im Cagnan – vormittags Markttreiben, abends Kulisse für die Cicchetti-Runde an den Brücken.
◆ STADTVIERTEL · TREVISO
Wo die Cagnan-Arme die Altstadt durchziehen, zeigt Treviso sein venezianisches Gesicht: Auf der Isola della Pescheria wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts Fisch verkauft, am Canale dei Buranelli spiegeln sich Laubengänge und bemalte Fassaden im Wasser, und abends reichen die Osterien Cicchetti über die Theken. Das Viertel ist klein, fotogen und voller Alltag – die schönste Ecke, um sich treiben zu lassen.

Dass Treviso seinen Fischmarkt mitten in den Fluss legte, war praktische Vernunft: Das fließende Wasser des Cagnan kühlte die Stände und spülte den Platz sauber. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird auf der kleinen Isola della Pescheria Fisch aus Adria und Lagune verkauft – ein Markt ohne Folklore-Inszenierung, morgens laut und nass, mittags wie leergefegt.
Der berühmteste Wasserlauf des Viertels ist der Canale dei Buranelli, benannt nach den Kaufleuten von der Laguneninsel Burano, die hier ihre Handelshäuser hatten. Laubengänge und Balkone hängen tief über dem Kanal, Wäsche und Blumenkästen inklusive – die Szenerie, die auf fast jeder Treviso-Postkarte landet. Ein paar Schritte weiter zeigt das Museum im ehemaligen Kloster Santa Caterina Tomaso da Modenas geretteten Ursula-Zyklus.
Am Abend wechselt das Viertel die Rolle: Rund um die Pescheria öffnen Osterien und Bacari, auf den Brücken drängen sich Trevisaner mit Spritz und Prosecco, und über die Theken wandern Cicchetti – Polpette, Baccalà, Crostini mit Radicchio. Wer den Vergleich mit Venedig sucht: Hier kostet das Glas weniger, und neben dir steht kein Reisebus, sondern die Nachbarschaft.
01 · Highlights
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Die Fischmarkt-Insel im Cagnan – vormittags Markttreiben, abends Kulisse für die Cicchetti-Runde an den Brücken.
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Trevisos meistfotografierter Kanal: Laubengänge und bemalte Fassaden hängen tief über dem Wasser.
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Klosterkomplex mit Trevisos Stadtmuseum – Herzstück ist Tomaso da Modenas Freskenzyklus der heiligen Ursula.
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Bettelordenskirche des 13. Jahrhunderts, in der Petrarcas Tochter Francesca und Dantes Sohn Pietro begraben liegen.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
04 · Erleben
05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Vormittags; sonntags ruht der Handel weitgehend. Wer die volle Szenerie erleben will, kommt zwischen 8 und 11 Uhr – danach übernehmen Bars und Osterien die Insel.
Venetische Häppchen, die an der Theke gereicht werden: Polpette, Crostini, eingelegte Sardellen, Baccalà oder Käse. Dazu trinkt man ein kleines Glas Wein – die ‚ombra' – oder einen Prosecco. Rund um die Pescheria gehört das Cicchetti-Wandern von Theke zu Theke zum Abendritual.
Ja – allein wegen Tomaso da Modenas Freskenfolge über das Leben der heiligen Ursula, einem Hauptwerk der norditalienischen Gotik. Dazu kommen Kreuzgänge, Kapellen und die archäologische Sammlung; für den Besuch sollte man gut anderthalb Stunden einplanen.
Deutlich weniger als vergleichbare Kanalecken in Venedig: Tagsüber mischen sich Besucher unter Markthändler und Anwohner, abends dominiert das einheimische Publikum. Gerade unter der Woche fühlt sich das Viertel erstaunlich alltäglich an.
07 · In der Nähe
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