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Basilica di San Giulio
Romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert mit Fresken und dem berühmten schwarzen Ambo aus Serpentin von Oira.
◆ ORTSTEIL · ORTA SAN GIULIO
Die Isola San Giulio liegt wie ein steinernes Schiff vor Orta: eine winzige Insel, fast vollständig bedeckt von der romanischen Basilika, alten Kanonikerhäusern und dem Benediktinerinnenkloster Mater Ecclesiae. Ein einziger schmaler Weg führt um sie herum – in eine Richtung als Weg des Schweigens, in die andere als Weg der Meditation.

Die Legende will, dass der heilige Julius im Jahr 390 auf seinem ausgebreiteten Mantel zur Insel segelte, sie von Schlangen und Drachen befreite und hier seine hundertste Kirche gründete. Aus ihr wurde die Basilica di San Giulio, deren heutiger Bau im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammt: ein romanisches Kleinod mit Fresken mehrerer Jahrhunderte und einem Ambo aus dunkelgrünem Serpentinstein, dessen Reliefs aus Greifen, Kentauren und Evangelistensymbolen zu den bedeutendsten romanischen Bildwerken Norditaliens zählen. In der Krypta ruhen die Gebeine des Heiligen.
Den Rest der Insel prägt das Kloster: Im wuchtigen ehemaligen Seminargebäude lebt seit 1973 die Benediktinerinnengemeinschaft Mater Ecclesiae in strenger Klausur. Besichtigen lässt sich das Kloster nicht – aber spüren: Die Tafeln entlang des Rundwegs, der in eine Richtung „Weg des Schweigens“ und in die andere „Weg der Meditation“ heißt, tragen Aphorismen aus der Feder der Gründeräbtissin. Sätze wie „Im Schweigen hörst du alles“ geben dem Rundgang zwischen alten Kanonikerhäusern und Gärten seinen Takt.
Praktisch ist die Insel das einfachste Ausflugsziel der Welt: fünf Minuten Überfahrt ab Piazza Motta, ein einziger Weg, kein Verlaufen möglich. Gianni Rodari machte sie zum Schauplatz seines Romans „C'era due volte il barone Lamberto“ – wer mit dem ersten Boot des Tages kommt, hat ihre Stille fast für sich allein.
01 · Highlights
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Romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert mit Fresken und dem berühmten schwarzen Ambo aus Serpentin von Oira.
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Der einzige Weg der Insel – Keramiktafeln mit Aphorismen machen die Runde zur stillen Meditation.
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Seit 1973 leben hier Benediktinerinnen in Klausur – das Kloster prägt die Silhouette der Insel.
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Vom Inselufer zeigt sich die Altstadt mit Piazza Motta und Sacro Monte in ihrer ganzen Postkartenschönheit.
02 · Sehenswürdigkeiten
03 · Essen & Trinken
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04 · Hotels
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05 · Praktisch
06 · Häufige Fragen
Nur per Boot: Linienschiffe der Navigazione Lago d'Orta und private Motoscafi legen am Anleger der Piazza Motta ab und brauchen rund fünf Minuten. Die Boote verkehren im dichten Takt, im Winter seltener.
Nein – Mater Ecclesiae ist ein Klausurkloster, die Benediktinerinnen leben zurückgezogen. Zugänglich sind die Basilika und der Rundweg um die Insel; das Klosterleben bleibt hinter den Mauern, prägt aber spürbar die Atmosphäre.
Das Angebot auf der Insel selbst ist minimal – die Hotels, Cafés und Restaurants liegen drüben in Orta, keine fünf Bootsminuten entfernt. Am besten kombinierst du den Inselbesuch mit einem Mittag- oder Abendessen an der Piazza Motta.
Für den Rundweg und die Basilika reichen ein bis zwei Stunden. Wer die Stille wirklich erleben will, nimmt das erste Boot am Morgen – dann gehören Weg, Wasser und Glockenklang fast dir allein.
07 · In der Nähe
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