Direkt am alten Hafenbecken von Lazise, dem Porto Vecchio, duckt sich die kleine Kirche San Nicolò al Porto an die Häuserzeile. Sie zählt zu den ältesten Bauwerken des Ortes: Der romanische Bau geht auf das 12. Jahrhundert zurück und ist dem heiligen Nikolaus geweiht – dem Schutzpatron der Schiffer und Fischer. Schon diese Widmung erzählt viel über Lazise, das jahrhundertelang vom See, vom Fischfang und vom Warenverkehr über das Wasser lebte. Die Kirche ist bewusst schlicht gehalten. Eine ruhige Steinfassade, ein kleiner Glockengiebel und ein eher dunkles, intimes Inneres prägen den Bau. Im Inneren haben sich Reste mittelalterlicher Fresken erhalten, die einen Eindruck von der ursprünglichen Ausmalung geben. Der Besuch dauert kaum eine Viertelstunde, ist aber gerade wegen dieser Reduziertheit ein stiller Gegenpol zum Trubel rund um den Hafen. Ihren besonderen Reiz entfaltet San Nicolò vor allem im Zusammenspiel mit der Umgebung. Zusammen mit der benachbarten Dogana Veneta, dem alten venezianischen Zollhaus, und dem von Holzbooten gesäumten Hafenbecken bildet die Kirche eines der harmonischsten Ensembles am gesamten Gardasee. Wer auf der Hafenmole steht, hat See, Boote, Zollhaus und Kirche in einem einzigen Blick beisammen. Der Besuch kostet nichts und lässt sich jederzeit in einen Altstadtbummel einbauen. Besonders schön ist es, die Kirche im frühen Morgenlicht oder zur blauen Stunde anzusteuern, wenn der Hafen ruhig liegt und das Ensemble seine volle Wirkung entfaltet. In Kombination mit dem Castello Scaligero und der Promenade ergibt sich daraus ein kompakter Rundgang durch das mittelalterliche Lazise.
Eine kleine, schlichte romanische Kirche direkt am alten Hafenbecken. Innen erwarten dich gedämpftes Licht und Reste mittelalterlicher Fresken, außen die ruhige Steinfassade im Zusammenspiel mit Dogana Veneta und Holzbooten. Der eigentliche Besuch dauert nur wenige Minuten; den größten Reiz macht die Lage im historischen Hafenensemble aus. Der Eintritt ist frei.
Der romanische Bau entstand im 12. Jahrhundert und ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron der Schiffer und Fischer – ein Verweis auf die enge Bindung von Lazise an See, Fischfang und Schiffsverkehr. Über die Jahrhunderte blieb die Kirche Teil des Hafenlebens und gehört heute zum geschlossenen historischen Kern rund um Porto Vecchio und Dogana Veneta.
