Das Museo dell'Olio liegt im Ortsteil Cisano, einige Minuten südlich von Bardolino, und ist an eine traditionsreiche Ölmühle angeschlossen. Es erzählt die zweite große Genussgeschichte des Gardasees neben dem Wein: die des Olivenöls. Das milde Seeklima macht das Ufer zu einem der nördlichsten Olivenanbaugebiete der Welt, und das Museum zeigt, wie aus dieser besonderen Lage über Jahrhunderte ein eigenständiges Handwerk gewachsen ist. Im Inneren stehen historische Hebelpressen, schwere Mühlsteine und alte Gerätschaften, die anschaulich machen, wie aufwendig die Ölgewinnung vor der Mechanisierung war. Wer durch die Ausstellung geht, versteht schnell, warum Olivenöl früher ein kostbares Gut war: Jeder Arbeitsschritt vom Pflücken über das Mahlen bis zum Pressen verlangte Kraft und Geduld. Die Sammlung ordnet diese Technik in die Geschichte der Region ein und verbindet sie mit dem Klima und der Landschaft am See. Der Eintritt ist frei, was das Museum zu einem unkomplizierten Programmpunkt macht – besonders an trüberen Tagen, wenn der Strand keine Option ist. Im angeschlossenen Laden lassen sich das regionale Garda DOP und andere Öle verkosten und kaufen, sodass sich der Besuch gut mit einem kleinen Einkauf verbinden lässt. Zusammen mit der Weinkultur von Bardolino ergibt sich so ein rundes Bild der kulinarischen Traditionen am Ostufer.
Die historischen Hebelpressen geben eindrucksvolle Detailaufnahmen ab.





























