Wer Centro Cortina zum ersten Mal betritt, versteht sofort, warum dieser Ort seit Jahrzehnten Schriftsteller, Filmemacher und Bergliebhaber gleichermaßen anzieht. Der Corso Italia, die belebte Fußgängerzone, zieht sich als goldene Ader durch das Zentrum und verbindet elegante Boutiquen mit jahrhundertealten Kirchen, Cafés mit Panoramablick und Hotels, deren Geschichte tief in der Seele der Dolomiten verwurzelt ist. Hier flaniert man nicht einfach – man bewegt sich durch ein lebendiges Freilichtmuseum alpiner Eleganz.
Der Campanile der Basilica dei Santi Filippo e Giacomo überragt das Treiben vom Corso Italia aus und setzt einen ruhigen Kontrapunkt zum geschäftigen Markttreiben darunter. Morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Felswände der Tofane in warmes Orangerot tauchen, gehört das Zentrum noch den Einheimischen: Bäcker öffnen ihre Läden, Espressomaschinen dampfen, und die Bergführer besprechen die Tagesrouten. Erst später füllen sich die Gassen mit Gästen aus aller Welt.
Das Viertel ist kompakt und zu Fuß bestens erkundbar. Rund um den Corso Italia gruppieren sich die wichtigsten Hotels von Cortina, darunter klassische Familienhäuser ebenso wie international bekannte Adressen, die schon in den 1950er-Jahren Filmstars und Sportler beherbergten. Die Architektur erzählt von dieser Geschichte: Lärchenfassaden, Balkone mit Schnitzereien und breite Fensterfronten mit Blick auf die Bergkulisse prägen das Bild.
Gastronomen im Centro verstehen es, alpine Tradition mit modernem Anspruch zu verbinden. Wer sich nach einem langen Skitag in eines der Restaurants an der Piazza Roma setzt, erlebt, wie aus einem einfachen Abendessen ein gesellschaftliches Ereignis wird. Aperitivo-Stunden ziehen sich bis in den Abend, Gespräche wechseln zwischen Italienisch, Deutsch und Englisch, und die Stimmung bleibt dabei stets entspannt und herzlich. Centro Cortina ist kein Viertel zum schnellen Durchqueren – es ist ein Ort zum Ankommen.

Corso Italia
Elegante Fußgängermeile im Zentrum Cortinas mit Boutiquen, Cafés und Konditoreien, über der die Wände der Tofane aufragen – Schauplatz der täglichen Passeggiata.
Eine der ältesten Fußgängerzonen Italiens