Dom von Orvieto

Dom von Orvieto

Der gotische Dom von Orvieto vereint eine reich verzierte Mosaikfassade mit Luca Signorellis Freskenzyklus zum Jüngsten Gericht.

Der Dom von Orvieto (Duomo di Orvieto) steht am höchsten Punkt der Tuffsteinstadt und zählt zu den bedeutendsten Beispielen italienischer Gotik. Der Bau begann 1290 unter Papst Nikolaus IV. und zog sich über mehrere Jahrhunderte hin – ein Umstand, der sich an der Fassade ablesen lässt, an der mehrere Architektengenerationen ihre Handschrift hinterließen. Maßgeblich prägte der sienesische Baumeister Lorenzo Maitani die dreigliedrige Schaufront, die zu den am reichsten gestalteten Kirchenfassaden Italiens gehört. Die Fassade verbindet weißen und farbigen Marmor mit filigranen Reliefs und großflächigen Goldmosaiken. Die Marmorreliefs an den Pfeilern erzählen biblische Geschichten von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht, während die schimmernden Mosaike bei direkter Sonneneinstrahlung regelrecht aufzuleuchten scheinen. Der Wechsel aus dunklem Basalt und hellem Travertin setzt sich an den Außenwänden des Langhauses fort und gibt dem Bau seine charakteristische gestreifte Erscheinung. Im Inneren befindet sich der größte Schatz des Doms: die Cappella di San Brizio mit Luca Signorellis monumentalem Freskenzyklus zum Jüngsten Gericht. Diese zwischen 1499 und 1504 entstandenen Malereien gelten als Vorläufer von Michelangelos Werk in der Sixtinischen Kapelle. Die benachbarte Cappella del Corporale bewahrt die Reliquie des Wunders von Bolsena auf, jenes eucharistischen Ereignisses, das im 13. Jahrhundert zur Stiftung des Fronleichnamsfestes führte und letztlich auch den Anlass für den Bau dieser Kathedrale gab. Wer Orvieto besucht, beginnt sinnvollerweise am Domplatz. Von hier aus erschließt sich die Altstadt, und die Lichtverhältnisse am späten Nachmittag bringen die Mosaike besonders zur Geltung. Der Dom ist eintrittspflichtig; die Cappella di San Brizio lässt sich über ein gesondertes Ticket besichtigen. Direkt gegenüber liegt das Museo Claudio Faina mit etruskischen Funden aus der Region, sodass sich Besichtigung und Museumsbesuch gut verbinden lassen.

★ travelperfect Special · Sehenswürdigkeit

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Sakralbau
Typ

Öffnungszeiten

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Beste Besuchszeit
Am eindrucksvollsten ist die Fassade am späten Nachmittag, wenn das tief stehende Sonnenlicht die Goldmosaike zum Leuchten bringt. Vormittags ist der Innenraum meist ruhiger. In der Hauptsaison von Frühjahr bis Herbst lohnt es sich, früh zu kommen, um den größten Besucherandrang zu vermeiden.
01Foto-Tipp 1

Die Fassade frontal vom Domplatz im Nachmittagslicht fotografieren

02Foto-Tipp 2

Detailaufnahmen der Marmorreliefs an den Pfeilern lohnen sich

03Foto-Tipp 3

Im Inneren auf Blitzverbot und Fotoregeln in der Cappella achten

04Foto-Tipp 4

Für die ganze Fassade einen Weitwinkel oder Standort am Platzrand wählen

Sehenswürdigkeit

Cappella di San Brizio

Signorellis Freskenzyklus im Dom selbst, oft mit gesondertem Ticket

Sehenswürdigkeit

Torre del Moro

Aussichtsturm wenige Minuten entfernt mit Blick auf den Dom

Café

Caffè Montanucci

Traditionscafé am nahen Corso Cavour für eine Pause

Restaurant

I Sette Consoli

Gehobene umbrische Küche an der Piazza Sant'Angelo nahe dem Dom

Dreigliedrige Marmorfassade mit Goldmosaiken von Lorenzo Maitani

Marmorreliefs mit biblischen Szenen von der Schöpfung bis zum Jüngsten Gericht

Luca Signorellis Freskenzyklus in der Cappella di San Brizio (1499–1504)

Reliquie des Wunders von Bolsena in der Cappella del Corporale

Gestreifte Außenwände aus dunklem Basalt und hellem Travertin

Baubeginn 1290 unter Papst Nikolaus IV.

01Tipp 1

Am späten Nachmittag leuchten die Goldmosaike der Fassade am stärksten.

02Tipp 2

Für die Cappella di San Brizio ist meist ein gesondertes Ticket nötig – vorab einplanen.

03Tipp 3

Das gegenüberliegende Museo Claudio Faina ergänzt den Besuch mit etruskischen Funden.

04Tipp 4

Schultern und Knie bedecken, da es sich um einen aktiven Sakralraum handelt.

Was kann man im Dom von Orvieto sehen?

Höhepunkte sind die Mosaikfassade mit Marmorreliefs von Lorenzo Maitani und im Inneren die Cappella di San Brizio mit Luca Signorellis Freskenzyklus zum Jüngsten Gericht sowie die Cappella del Corporale mit der Reliquie des Wunders von Bolsena.

Kostet der Dom von Orvieto Eintritt?

Ja, der Dom ist eintrittspflichtig. Für die Cappella di San Brizio mit den Signorelli-Fresken wird in der Regel ein gesondertes Ticket benötigt, da die empfindlichen Malereien besonders geschützt werden.

Wann wurde der Dom von Orvieto gebaut?

Der Bau begann 1290 unter Papst Nikolaus IV. und zog sich über mehrere Jahrhunderte hin. Die Fassade prägte vor allem der sienesische Baumeister Lorenzo Maitani, die Fresken im Inneren entstanden um 1500.

Wer hat die Fresken im Dom von Orvieto gemalt?

Den Freskenzyklus in der Cappella di San Brizio begann Fra Angelico und vollendete Luca Signorelli zwischen 1499 und 1504. Sein Jüngstes Gericht gilt als Vorläufer von Michelangelos Werk in der Sixtinischen Kapelle.

Wie viel Zeit sollte man für den Dom einplanen?

Für Fassade, Innenraum und die Cappella di San Brizio sollte man rund eine bis anderthalb Stunden einplanen. Mit dem benachbarten Museo Claudio Faina lässt sich der Besuch sinnvoll zu einem halben Tag erweitern.

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Erreichbar zu Fuß ab Dom von Orvieto.

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