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Nekropole Crocifisso del Tufo
Etruskische Totenstadt mit schachbrettartig angeordneten Kammergräbern und eingemeißelten Namen am Felsfuß.
◆ STADTVIERTEL · ORVIETO
Der nördliche und östliche Rand des Felsens trägt die ältesten und die spektakulärsten Zeugnisse Orvietos zugleich. Hier, am Fuß der Wand, liegt die etruskische Nekropole Crocifisso del Tufo, eine schachbrettartig angelegte Totenstadt, deren Grabkammern die eingemeißelten Namen ihrer Bewohner bewahren. Oben, beim Eingang zur Stadt, stürzt der Pozzo di San Patrizio mit seiner berühmten Doppelhelix-Treppe in die Tiefe, daneben liegen die Festung Albornoz und die Bergstation der Funicolare – das Scharnier zwischen Bahnhof und Altstadt.

Am Fuß der Nordwand breitet sich die etruskische Nekropole Crocifisso del Tufo aus, eine der eindrucksvollsten Totenstädte Italiens. Schon im 6. Jahrhundert vor Christus legten die Etrusker hier ein streng geordnetes Gräberfeld an: würfelförmige Kammergräber aus Tuffquadern, durch schmale Gassen getrennt wie ein kleines Stadtviertel. Über vielen Türstürzen steht, in den Stein gemeißelt, der Name des Bestatteten – ein seltenes, unmittelbares Zeugnis einer Kultur, von der sonst kaum Geschriebenes blieb.
Oben, beim Eingang zur Altstadt, ließ Papst Clemens VII. nach seiner Flucht aus dem geplünderten Rom 1527 den Pozzo di San Patrizio anlegen, um die Wasserversorgung der Stadt im Belagerungsfall zu sichern. Der Brunnenschacht ist ein Meisterwerk der Ingenieurkunst: Zwei spiralförmig ineinander verschachtelte Wendeltreppen, durch 72 Fenster belichtet, führen unabhängig voneinander hinab und wieder hinauf – damit Lasttiere sich auf dem Weg nach unten und oben nie begegneten.
Gleich daneben wacht die Festung Albornoz aus dem 14. Jahrhundert über die Ebene; ihr Garten dient heute als Park mit weitem Blick. Und hier endet auch die Funicolare, die historische Standseilbahn, die seit dem 19. Jahrhundert vom tiefer gelegenen Bahnhof heraufführt. So ist dieser Rand zugleich Friedhof der Etrusker, Festung, Aussichtsbalkon und das Tor, durch das die meisten Besucher die Stadt betreten.
01 · Highlights
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Etruskische Totenstadt mit schachbrettartig angeordneten Kammergräbern und eingemeißelten Namen am Felsfuß.
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Renaissance-Brunnen mit zwei spiralförmig verschachtelten Treppen – das ingenieurtechnische Wahrzeichen der Stadt.
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Festung aus dem 14. Jahrhundert mit Park und weitem Blick über die umbrische Ebene am Stadteingang.
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Der Brunnen aus dem 16. Jahrhundert hat zwei spiralförmig ineinander verschachtelte Wendeltreppen, die sich nie kreuzen – so konnten Lasttiere getrennt hinab- und hinaufsteigen, um Wasser zu holen. Durch 72 Fenster fällt Licht in den tiefen Schacht. Der Abstieg und Wiederaufstieg über die rund 248 Stufen ist ein kleines Erlebnis für sich.
Ja. Die Nekropole Crocifisso del Tufo liegt am Fuß der Nordwand an der Ringstraße um den Felsen und ist gegen Eintritt zugänglich. Man wandert zwischen den würfelförmigen Tuffsteingräbern hindurch und kann an vielen Türstürzen die eingemeißelten Namen der etruskischen Familien lesen – ein seltenes, sehr direktes Stück Antike.
Die Standseilbahn verbindet den tiefer gelegenen Bahnhof Orvieto Scalo mit der Altstadt oben auf dem Felsen und überwindet den Höhenunterschied in wenigen Minuten. An der Bergstation warten Minibusse, die weiter zum Domplatz fahren. Tickets gelten oft kombiniert für Funicolare und Bus – ideal für Tagesgäste, die mit dem Zug anreisen.
07 · In der Nähe
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