Orvieto Underground führt in die verborgene Stadt unter dem Pflaster: Bei der geführten Tour steigt man in zwei der über tausend künstlichen Höhlen hinab, die über Jahrtausende in den weichen Tuff gegraben wurden. Zu sehen sind etruskische Brunnenschächte, mittelalterliche Ölmühlen, Taubenschläge (Columbarien), Zisternen und Keller – Zeugnisse, wie die Bewohner den Felsen über Generationen nutzten. Die Höhlenwelt erzählt die Geschichte Orvietos von unten. Schon die Etrusker gruben Brunnen tief in den Fels, um an Wasser zu gelangen. Im Mittelalter wurden die Hohlräume zu Ölmühlen, Vorratskellern und Taubenschlägen umgenutzt, in denen Tauben für Fleisch und Dünger gehalten wurden. So entstand über Jahrhunderte ein zweites, unsichtbares Orvieto unter den Häusern der Oberstadt. Die geführte Tour erklärt, wie der weiche Tuffstein das Graben überhaupt ermöglichte und wie die einzelnen Räume zusammenhängen. Die Führung macht nachvollziehbar, warum Orvieto ohne seine Unterwelt nicht zu verstehen ist: Wasserversorgung, Vorratshaltung und Handwerk fanden über lange Zeit unter Tage statt. Die rund einstündige Führung startet meist an der Touristeninformation nahe dem Dom. Da es unter Tage ganzjährig kühl ist, ist die Tour auch im heißen Sommer angenehm. Festes Schuhwerk und eine leichte Jacke sind ratsam, da Treppen und feuchte Böden zu erwarten sind. Als Ergänzung bietet sich der selbst zu erkundende Pozzo della Cava an, der weitere Höhlen des unterirdischen Orvieto zeigt.
Mit einer Führung steigst du in zwei der über tausend künstlichen Höhlen hinab, die über Jahrtausende in den weichen Tuff gegraben wurden. Du siehst etruskische Brunnenschächte, mittelalterliche Ölmühlen, Taubenschläge und Zisternen und erfährst, wie die Bewohner den Felsen für Wasser, Vorräte und Handwerk nutzten. Die Führung macht verständlich, warum Orvieto ohne seine Unterwelt nicht zu begreifen ist. Da es unter Tage ganzjährig kühl ist, ist die rund einstündige Tour auch im Hochsommer angenehm.
