Wo früher Skifahrer aus der Gondel stiegen, durchläuft man heute vier Ebenen Fotogeschichte: Das LUMEN, untergebracht in der umgebauten ehemaligen Gipfelstation der Kronplatz-Seilbahn, erzählt die Entwicklung der Bergfotografie von den Anfängen bis in die Gegenwart. Der Rundgang beginnt bei den Glasplatten der Pioniere, die ihre schweren Plattenkameras mühsam in die Höhe schleppten, führt über die legendären Expeditionsaufnahmen des 20. Jahrhunderts und endet bei den digitalen Inszenierungen der Gegenwart. Das spektakulärste Exponat ist das Gebäude selbst. Ein riesiges Shutter-Fenster öffnet und schließt sich wie der Verschluss einer Kamera vor dem Dolomitenpanorama – der Berg wird zum Motiv und der Besucher zum Teil der Aufnahme. Im Spiegelraum vervielfacht sich der Blick ins Unendliche, eine begehbare Camera obscura macht das Prinzip der Fotografie körperlich erfahrbar. Die Ausstellung kombiniert historische Apparate, großformatige Abzüge und interaktive Stationen, sodass Technikgeschichte und Bildkunst nebeneinander stehen. Der Standort ist Teil des Erlebnisses: Auf 2.275 Metern reicht der Blick von den Zillertaler Alpen bis zu den Dolomiten, und das LUMEN teilt sich das Haus mit AlpiNN, dem Höhenrestaurant von Norbert Niederkofler. Wer mit den Kronplatz-Bahnen ab Reischach, Olang oder St. Vigil hinauffährt, kann Museumsbesuch, Gipfelwanderung und Einkehr zu einem Tag verbinden. Im Winter steht das Museum mitten im Skigebiet, im Sommer ist es Ziel von Wanderern und Familien – ein Ort, an dem die Berge nicht nur Kulisse, sondern Thema sind.
Ein Rundgang über vier Ebenen führt von den Glasplatten der Fotopioniere über Expeditionsaufnahmen bis zu digitaler Bildkunst. Highlights sind das Shutter-Fenster, das sich wie ein Kameraverschluss vor den Dolomiten öffnet, der Spiegelraum und eine begehbare Camera obscura. Historische Apparate, großformatige Abzüge und interaktive Stationen stehen nebeneinander, dazu der Panoramablick von der Gipfelstation.
Der Kronplatz war Jahrzehnte vor allem als Skigebiet bekannt. Mit der Umnutzung der alten Gipfelstation entstand auf dem Plateau ein Kulturort: Das LUMEN bezog das ausgediente Bahngebäude und machte aus der Infrastruktur des Bergtourismus einen Schauplatz für die Geschichte der Bergfotografie. Heute steht es neben MMM Corones und AlpiNN für die kulturelle Aufwertung des Gipfels.
