Über Jahrhunderte plagten verheerende Hochwasser des Aniene die Stadt Tivoli. Nachdem 1826 eine Flut Teile der Altstadt zerstört hatte, ließ Papst Gregor XVI. den Fluss in den 1830er-Jahren durch zwei Tunnel im Monte Catillo umleiten. Aus dieser Ingenieurleistung ging zweierlei hervor: die künstlich gebändigte Große Kaskade, die über hundert Meter in die Schlucht stürzt, und der romantische Landschaftspark, der ihren Kessel erschließt und nach dem Papst benannt wurde. Von den Toren am Schluchtrand führen Serpentinenwege steil hinab in die Tiefe. Unterwegs öffnen sich Aussichtskanzeln auf die tosende Kaskade, und zwei natürliche Höhlen lassen sich erkunden: die Grotta di Nettuno, in der das Wasser durch eine enge Felsöffnung schießt, und die ruhigere Grotta delle Sirene. Am gegenüberliegenden Schluchtrand thront die antike Akropolis von Tibur mit dem gut erhaltenen runden Vesta-Tempel und den Resten des rechteckigen Tiburtinus-Tempels – ein Bildmotiv, das schon Maler der Grand Tour wie Fragonard und Turner festhielten. Der Park, heute vom italienischen Denkmalfonds FAI gepflegt, ist mehr Naturerlebnis als Garten: dichte Vegetation, Tunnel, Treppen und Brücken über den Fluss prägen den Rundweg. Wer hinabsteigt, muss auch wieder hinauf – die Strecke ist landschaftlich reizvoll, aber konditionell fordernd. Festes Schuhwerk ist Pflicht, denn der Rundweg hat viele Stufen und kann nach Regen rutschig sein. Mit dem Abstieg zur Schluchtsohle und dem Aufstieg zur Akropolis sollte man ein bis zwei Stunden einplanen. Der Eingang liegt am Largo Sant'Angelo am Ostrand der Altstadt, nicht weit von der Villa d'Este.
Sie steigen über Serpentinenwege und Treppen in eine tiefe Flussschlucht hinab. Unterwegs erwarten Sie Aussichtskanzeln auf die Große Kaskade, die Grotten von Neptun und der Sirenen sowie der Blick auf den antiken Vesta-Tempel am gegenüberliegenden Rand. Der Rundweg ist ein Naturerlebnis mit Brücken und Tunneln, das einen kräftigen Wiederaufstieg verlangt.
Der Park geht auf eine wasserbauliche Notwendigkeit zurück: Nach der Flut von 1826 ließ Papst Gregor XVI. den Aniene durch Tunnel im Monte Catillo umleiten, wodurch die Große Kaskade entstand. Die Schlucht mit Vesta-Tempel und Grotten war schon zuvor ein beliebtes Motiv der Grand-Tour-Maler. Heute betreut der Denkmalfonds FAI die Anlage.
