Die aquae albulae – die „weißlichen Wasser“ – steigen seit jeher aus zwei türkis schimmernden Quellseen im Tal unterhalb von Tivoli auf: dem Lago Regina und dem Lago delle Colonnelle. Ihre charakteristische milchig-blaue Farbe verdanken sie dem hohen Gehalt an Schwefel und Kalk. Schon die Römer schätzten die Quellen als Bad und Kur; antike Autoren erwähnen die Acque Albule, und entlang der Via Tiburtina entstanden Badeanlagen für Reisende zwischen Rom und Tibur.
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Heute speisen diese Quellen die Becken der Terme di Roma in Tivoli Terme, einem weitläufigen Bäderpark mit Thermalpools unterschiedlicher Temperatur, Liegewiesen und einem Spa-Bereich. Das Angebot reicht von reinem Badevergnügen über Schwefelbäder bis zu klassischen Wellness- und Kuranwendungen. Tageskarten machen die Anlage auch für Durchreisende zugänglich, die nach einem Tag in den Welterbe-Villen entspannen wollen.
Das schwefelhaltige Wasser wird traditionell bei Haut- und Atemwegsbeschwerden geschätzt – ob als medizinische Anwendung oder einfach als Wohltat nach langem Gehen, bleibt jedem überlassen. Der charakteristische, leicht schweflige Geruch gehört zum Erlebnis dazu und ist ein Zeichen für die mineralische Quelle.
Die Lage ist praktisch: Der Bahnhof Bagni di Tivoli liegt wenige Gehminuten entfernt und verbindet in der einen Richtung mit Rom, in der anderen mit den Villen der Tivoleser Altstadt. Wer einen aktiven Sightseeing-Tag mit Erholung verbinden möchte, findet hier den passenden Gegenpol. Bademöglichkeiten und Anwendungen sollten je nach Saison vorab geprüft werden, da sich Öffnungszeiten und Programm ändern können.