
◆ STADT · KYKLADEN
Santorin gehört zu den unverwechselbarsten Inseln der Ägäis: ein halbmondförmiger Kraterrand, an dessen Steilkante sich weiß getünchte Dörfer wie Oia und Fira entlangziehen, blau gekuppelte Kirchen und ein Sonnenuntergang, der Abend für Abend ganze Menschenmengen an die Klippen lockt. Geformt von einem der gewaltigsten Vulkanausbrüche der Antike, verbindet die Insel dramatische Geologie mit Honeymoon-Romantik, vulkanischem Wein und schwarzen wie roten Stränden.

Was Santorin seine unverwechselbare Silhouette gibt, ist das Werk einer Katastrophe. Die minoische Eruption um etwa 1600 v. Chr. zählte zu den größten Vulkanausbrüchen der Menschheitsgeschichte und ließ das Zentrum der einstigen Rundinsel in sich zusammenbrechen. Zurück blieb die heutige Caldera: ein vom Meer geflutetes Becken, dessen Steilwände stellenweise rund 400 Meter hoch aufragen und auf deren Kante die berühmten Dörfer balancieren.
Unter der Asche jenes Ausbruchs überdauerte Akrotiri, eine bronzezeitliche Siedlung, die heute zu den besterhaltenen prähistorischen Fundorten der Ägäis gehört. Im Inneren der Caldera rauchen noch immer die jungen Vulkaninseln Palea und Nea Kameni, deren letzte Ausbruchsphase bis ins 20. Jahrhundert reichte. Genau dieser vulkanische Boden prägt auch den Wein: Die uralten, niedrig wachsenden Assyrtiko-Reben gedeihen in der kargen, mineralreichen Lava-Asche und ergeben einen Weißwein von markanter Säure und salziger Frische.
Heute ist Santorin Bühne und Sehnsuchtsort zugleich. Frühmorgens, bevor die Kreuzfahrtschiffe in der Caldera ankern, gehören die Gassen von Oia noch den Frühaufstehern; am Abend füllen sich die Aussichtspunkte, wenn die Sonne über dem Krater versinkt. Wer dem Trubel entkommen will, findet im höher gelegenen Pyrgos, im stillen Megalochori oder an den schwarzen Sandstränden von Kamari und Perissa eine ruhigere Seite der Insel.
01 · Auf einen Blick
Karte
· Stadtviertel






· Sehenswürdigkeiten

Das meistfotografierte Glockenturm-Motiv Santorins: weißer Dreiglocken-Turm mit blauer Kuppel über der Caldera.

Die Seilbahn verbindet den Alten Hafen Gialos mit dem hoch über der Caldera gelegenen Fira – mit Panoramablick.

Zentrales Museum in Fira mit den wertvollsten Funden aus Akrotiri, darunter Fresken und der goldene Steinbock.

Das "Pompeji der Ägäis": eine durch einen Vulkanausbruch konservierte bronzezeitliche Stadt im Süden Santorins.

Weiß getünchte orthodoxe Hauptkirche von Fira am Rand der Caldera, mit Fresken im Inneren und weitem Meerblick.

Venezianische Burgruine an der Nordwestspitze von Oia und der berühmteste Sonnenuntergangsplatz Santorins.
· Hotels

4-Sterne-Boutiquehaus am Caldera-Rand von Fira mit beheiztem Infinity-Pool und spektakulaerem Vulkan-Blick.

Intimes Adults-only-Luxushaus der Small Luxury Hotels of the World am Klippenrand mitten in Fira.

Historische 5-Sterne-Anlage aus restaurierten Kapitaenshaeusern am ruhigsten Caldera-Abschnitt Firas.

Zwoelf kykladische Suiten an den Caldera-Klippen von Kato Fira mit Dach-Infinity-Pool und Vulkan-Blick.

Familiengefuehrtes 4-Sterne-Haus im alten Ortskern von Fira mit grossen Balkonen und unverbautem Caldera-Blick.
· Restaurants

Gehobene mediterrane Kueche in einem restaurierten Kapitaenshaus mit Terrassen direkt ueber der Caldera.

Griechisch-mediterrane Kueche mit Weinkeller, Poolbar und unverbautem Aegaeis-Blick am Rand von Fira.

Familiengefuehrte Taverne im Herzen von Fira neben der orthodoxen Kathedrale – mit Caldera-Blick und Tellerwurf.

Santorins Pionier der kreativen kykladischen Kueche – in einem Kloster aus dem 18. Jahrhundert im Herzen Firas.

Entspannte griechische Mezze-Kueche mit franzoesischer Praezision neben dem Fabrica-Center in Fira.

Mehrstoeckige Restaurant-Bar nahe der Seilbahn in Fira mit weitem Caldera- und Aegaeis-Blick.
· Aktivitäten

Klassische Klippenwanderung entlang des Kraterrands von Fira über Imerovigli bis nach Oia mit Dauerblick auf die Caldera.

Bootsausflug ab dem Alten Hafen von Fira zur aktiven Vulkaninsel Nea Kameni und den Thermalquellen von Palea Kameni.

Segeltörn mit dem Katamaran entlang der Caldera mit Badestopps, Bord-BBQ und Halt vor Oia zum Sonnenuntergang.

Verkostung von Assyrtiko und Vinsanto in Santorins größter Weinkooperative bei Pyrgos mit Panoramablick auf die Caldera.

Santorins erste industrielle Weinkellerei (1947) bei Megalochori, in den Hang gebaut, mit Caldera-Blick über dem Hafen Athinios.
02 · Was tun
Caldera-Klassiker
Der Wanderweg an der Calderakante verbindet die Hauptstadt Fira über Firostefani und Imerovigli mit Oia – mit ständigem Blick auf das geflutete Vulkanbecken und die Kameni-Inseln. In Oia gipfelt die Strecke im wohl meistfotografierten Sonnenuntergang Griechenlands.
Vulkan & Antike
Per Boot ab dem Alten Hafen von Fira geht es zur aktiven Vulkaninsel Nea Kameni und zu den schwefligen heißen Quellen von Palea Kameni. An Land erzählt die unter Asche konservierte bronzezeitliche Stadt Akrotiri von der minoischen Eruption.
Strände der Vulkaninsel
Der Süden der Insel zeigt das vulkanische Erbe als Strand: der Red Beach bei Akrotiri unter rostroten Felswänden, die langen schwarzen Sandbäder von Kamari und Perissa und der nur per Boot erreichbare White Beach.
Wein & stille Dörfer
Abseits des Kraterrands liegt das ländliche Santorin: das Bergdorf Pyrgos am höchsten Punkt der Insel, das traditionsreiche Megalochori und die Weingüter, in denen aus uralten Assyrtiko-Reben vulkanischer Weißwein entsteht.
03 · Wann
Santorin hat ein mediterranes Klima mit heißen, fast regenlosen Sommern und milden, gelegentlich regnerischen Wintern. Die beiden Zwischensaisons bieten angenehme Temperaturen bei deutlich weniger Andrang – im Hochsommer mildert zudem der nördliche Meltemi-Wind die Hitze, kann aber Fährüberfahrten rauer machen.
04 · Häufige Fragen
Als ideal gelten die Zwischensaisons Mai bis Juni und September bis Oktober: angenehme Temperaturen, im Herbst noch warmes Meer und spürbar weniger Andrang als im Hochsommer. Juli und August sind am heißesten und am vollsten, eignen sich aber am besten zum Baden.
Per Flug landet man am Flughafen Thira, rund 6 km von Fira entfernt; von Athen dauert der Flug etwa 45 Minuten. Alternativ verkehren Fähren ab den Häfen Piräus und Rafina zum Hafen Athinios – je nach Schiff zwischen rund fünf und neun Stunden Fahrtzeit.
Oia ist der klassische und meistbesuchte Ort für den Sonnenuntergang über der Caldera – entsprechend früh sollte man sich einen Platz sichern. Wer es ruhiger mag, weicht auf Imerovigli oder Fira aus, wo der Blick über den Krater ähnlich spektakulär, aber weniger überlaufen ist.
Die markante Halbmondform ist das Ergebnis der minoischen Vulkaneruption um etwa 1600 v. Chr., bei der das Inselzentrum einbrach und die heutige, vom Meer geflutete Caldera entstand. Die weißen Dörfer thronen auf deren bis zu rund 400 Meter hohen Steilwänden.
Wegen des vulkanischen Ursprungs sind die Strände dunkel oder rot gefärbt: der Red Beach bei Akrotiri unter rostroten Felsen sowie die langen schwarzen Sandstrände von Kamari und Perissa. Der abgelegene White Beach ist meist nur per Boot erreichbar.
05 · In der Nähe
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