Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Thessaloniki
Der Weiße Turm steht da, wo die Stadt aufhört und das Meer anfängt – ein guter Startpunkt, weil von hier aus alles zu Fuß erreichbar ist.
Fang am Wasser an. Der Weiße Turm, Lefkos Pyrgos, ist das Wahrzeichen der Stadt: ein runder osmanischer Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert, in dem heute ein kleines Stadtmuseum steckt und von dessen Dach du den ganzen Bogen der Bucht überblickst. Nach Süden zieht sich die neu angelegte Uferpromenade Nea Paralia knapp fünf Kilometer am Golf entlang, mit Themengärten, Radweg und den stählernen Regenschirmen des Bildhauers Zongolopoulos, die zum meistfotografierten Punkt der Stadt geworden sind. Geh die Strecke am späten Nachmittag, wenn halb Thessaloniki zum Volta, zum abendlichen Spaziergang, ans Wasser strömt.
Ein paar Straßen landeinwärts steht die Rotunde, ein gewaltiger Rundbau aus römischer Zeit, ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Galerius gedacht, später Kirche, dann Moschee – ihr Minarett ist bis heute das einzige erhaltene der Stadt. Sie gehört zusammen mit dem nahen Galeriusbogen, dem Kamara, zu einem einzigen spätantiken Palastkomplex. Nur wenige Minuten entfernt liegt Agios Dimitrios, die größte Kirche Griechenlands, dem Schutzheiligen der Stadt geweiht; in der Krypta darunter soll er den Märtyrertod gestorben sein. Die frühchristlichen und byzantinischen Bauten Thessalonikis stehen gesammelt auf der UNESCO-Welterbeliste.
Steig danach hinauf in die Ano Poli, die Oberstadt. Sie überstand den großen Brand von 1917, der die halbe Innenstadt vernichtete, und hat deshalb noch enge Kopfsteingassen, hölzerne Erker und Höfe voller Katzen und Basilikumtöpfe. Oben spannt sich die byzantinische Stadtmauer über den Hügel; vom Trigonion-Turm und von der Terrasse des Vlatadon-Klosters fällt der Blick über die Dächer und den Golf bis, an klaren Tagen, zum Olymp. Der Aufstieg ist steil, aber genau hier wird aus der Großstadt wieder ein Dorf.
Zurück im Zentrum liegt zwischen den Einkaufsstraßen das Ausgegrabene Römische Forum mit seinem Odeon, und die Achse der Stadt läuft auf den Aristotelous-Platz zu, den der französische Architekt Ernest Hébrard nach dem Brand als weite, zum Meer geöffnete Arkadenkulisse anlegte. Wer sich in die Geschichte vertiefen will, hat mit dem Archäologischen Museum und dem Museum für Byzantinische Kultur zwei erstklassige Häuser dicht beieinander – das erste zeigt die Goldfunde Makedoniens, das zweite tausend Jahre Byzanz in Ikonen, Mosaiken und Grabmalereien.























