Der Norden, den Griechenland-Kenner zuerst empfehlen.
Zentralmakedonien lebt von Kontrasten auf engem Raum. Im Zentrum steht Thessaloniki, mit rund einer Million Menschen im Großraum die zweitgrößte Stadt des Landes und seit über 2.300 Jahren ein Schmelztiegel: römische Foren, byzantinische Kirchen, osmanische Bäder und ein jüdisches Erbe, das die Stadt einst prägte. Wer von der Uferpromenade am Weißen Turm hinauf in die Ano Poli steigt, durchquert Jahrhunderte - und wird oben mit Blick über den Thermaischen Golf belohnt.
Rundherum öffnet sich eine Region, die selten überlaufen ist. Westlich liegen Vergina und Pella, das Herz des antiken Makedonien, wo Philipp II. begraben liegt und Alexander der Große geboren wurde. Südlich türmt sich der Olymp auf, Sitz der Götter und höchster Berg Griechenlands. Nach Süden und Osten reichen die Halbinsel Halkidiki und die Küste bei Kavala mit Stränden, die Thassos gegenüberliegen - eine Insel, nur eine kurze Fähre entfernt.
Dazu kommt der Genuss: Thessaloniki gilt vielen als kulinarische Hauptstadt Griechenlands, mit Meze, Bougatsa und der quirligen Modiano-Markthalle. Im Hinterland reifen in Naoussa die Xinomavro-Trauben zu charaktervollen Rotweinen. Es ist diese Dichte aus Stadt, Antike, Berg und Meer, die Zentralmakedonien zum vielleicht vielseitigsten Ziel Nordgriechenlands macht.